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Brenner-Nordzulauf: CSU-Fraktion will neue Machbarkeitsstudie

Die neuen Gleise sollen die Kapazitäten zum künftigen Brenner Basistunnel erweitern, an dem in Italien und Österreich gebaut wird (Symbolbild)
© Foto: Matthias Balk/dpa/picture-alliance

Der Bahn-Neubau zum Brenner ist ein Megaprojekt und umstritten. Mit einem Dringlichkeitsantrag setzt sich die CSU jetzt für eine neue Machbarkeitsstudie für den Trassenzulauf ein.


Datum:
04.03.2021
Autor:
Stephanie Noll
1 Kommentare

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München. Um beim Brenner-Nordzulauf für den bestmöglichen und umweltverträglichsten Trassenverlauf zu sorgen, setzt sich die CSU-Fraktion per Dringlichkeitsantrag für eine neue Machbarkeitsstudie ein. Mit dieser soll geprüft werden, ob die Verknüpfungsstelle unterirdisch möglich ist und in das Wildbarrenmassiv nahe Niederaudorf (Landkreis Rosenheim) verlegt werden kann. Die Deutsche Bahn hatte diesen Vorschlag beim Planungsverfahren laut CSU bisher nicht berücksichtigt. Ziel der Fraktion ist es nach eigenen Angaben, die Anwohner bestmöglich zu entlasten und so größtmögliche Akzeptanz herzustellen.

Die Studie für diese Variante soll neben den notwendigen sicherheitstechnischen Überlegungen auch betriebliche Vorgaben der DB Netz AG miteinbeziehen und vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben werden. Im Dringlichkeitsantrag fordert die CSU die Staatsregierung auf, beim Bund diese Machbarkeitsstudie einzufordern.

Ziel: Geringe Belastung für Menschen in betroffenen Regionen

„Wir wollen, dass die Bahn die Anregungen aus der Region zu den Trassenverläufen in das Planungsverfahren miteinbezieht, um die Belastung der Menschen im Landkreis Rosenheim und besonders im Inntal so gering wie möglich zu halten, sagte Ilse Aigner, CSU-Abgeordnete und Vorsitzende des CSU-Bezirksverbands Oberbayern.

Klaus Stöttner, der tourismuspolitische Sprecher der CSU-Fraktion und Rosenheimer Abgeordnete, ergänzte: „Wir brauchen belastbare Fakten für alle Varianten des Brenner-Nordzulaufs. Die Machbarkeitsstudie zur Verlegung des Verknüpfungspunkt ins Wildbarrenmassiv muss zeigen, ob auch diese viel diskutierte unterirdische Alternative technisch möglich ist: Damit die Region bereits in der Planung entlastet wird.“

Der Dringlichkeitsantrag steht heute auf der Tagesordnung im Plenum des bayerischen Landtags. (sn)

>> Mehr zum aktuellen Stand beim Brenner-Nordzulauf lesen Sie hier

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KOMMENTARE


Christian

05.03.2021 - 09:38 Uhr

Schon lustig, jetzt wo wir nach einem jahrelangen Prozess der Trassenauswahl nur noch Tage von der "besten" Grobtrasse weg sind kommt man plötzlich mit der Forderung einer Machbarkeitsstudie für eine komplett andere Variante daher, typischer politischer Lokalaktivismus, es war seit Jahren klar das eine oberirdische Verknüpfungsstelle südlich von Rosenheim geplant ist. . das andere Thema ist es wird so getan als wäre eine Verknüpfungsstelle ein böses Teufelswerk, in dem Fall von Niederaudorf wären das einfach 4 Gleise nebeieinander direkt neben der A93, das Raumordnungsverfahren hat sogar ergeben das diese Variante die Menschen von Lärm ENTLASTET weil in dem Bereich die Bestandsstrecke von den Menschen entfernt wird und an die Autobahn geschoben wird, wie eine Verknüpfungsstelle Niederaudorf an der A93 aussehen würde kann man sich in Stans in Tirol ansehen dort wurde exakt die gleiche gebaut und ist seit 2012 in Betrieb


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