Bonner Nordbrücke wird abgerissen und neu gebaut

19.06.2026 13:26 Uhr | Lesezeit: 3 min
Pkw und Lkw fahren auf Rheinbrücke Bonn-Nord
Neue Rheinbrücke soll bis 2028 fertig werden - bis dahin bleibt sie gesperrt
© Foto: picture alliance/dpa/Thomas Banneyer

Die Bonner Nordbrücke bleibt gesperrt und wird neu gebaut. Eine Freigabe ist erst für Ende 2028 geplant.

Die gesperrte Bonner Nordbrücke kann vorerst nicht wieder für den Verkehr freigegeben werden. Nach aktuellen Prüfungen fallen die Schäden größer aus als zunächst angenommen. Die Autobahnbrücke soll daher vollständig abgerissen und neu errichtet werden.

Neubau bis Ende 2028 geplant

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums soll der Neubau möglichst schnell umgesetzt werden. Das Vergabeverfahren für den Abriss soll unmittelbar starten, erste Arbeiten könnten bereits im Juli beginnen.

Ziel ist es, die neue Brücke spätestens bis Ende 2028 für den Verkehr freizugeben.

Wichtige Verkehrsachse vollständig ausgefallen

Die Nordbrücke ist Teil der A565 und gilt als zentrale Ost‑West‑Verbindung in der Region Bonn. Das Bauwerk aus den 1960er-Jahren war bereits seit längerem in einem schlechten Zustand.

Seit Februar galt ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, Anfang Juni wurde die Brücke dann aufgrund festgestellter Schäden vollständig gesperrt.

Massive Auswirkungen auf den Verkehr

Die Sperrung hat erhebliche Folgen für den regionalen Verkehr. In Bonn selbst kommt es seitdem zu starken Verkehrsbelastungen, während Ausweichverkehre in Richtung Köln zusätzliche Engpässe verursachen.

Auch Wirtschaft und Verbände warnen vor den Folgen für die Region, da Rheinbrücken eine zentrale Rolle für den Verkehr und die Versorgung spielen.

Maßnahmen zur Entlastung

Die Stadt Bonn hat kurzfristig verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um den Verkehr zu entlasten. Dazu zählt unter anderem ein vorübergehend kostenloser öffentlicher Nahverkehr, um mehr Pendler zum Umstieg zu bewegen.

Neubau deutlich vorgezogen

Ursprünglich war ein Ersatzneubau der Brücke erst für die 2030er Jahre vorgesehen. Die aktuellen Schäden haben diese Planungen jedoch deutlich beschleunigt.

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