Der Brennerbasistunnel zwischen Österreich und Italien soll mehr als eine Milliarde Euro mehr kosten und zwei Jahre später in Betrieb gehen als geplant. Wie die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT mitteilte, wurde der Betriebsstart der international bedeutenden Eisenbahnroute auf 2034 verschoben und die Projektkosten sollen auf 11,7 Milliarden Euro steigen.
Bislang waren Kosten von 10,5 Milliarden Euro vorgesehen und die ersten Züge sollten ursprünglich schon 2032 durch die Röhren rollen. Der Tunnel müsse höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betrieb erfüllen, hieß es von den italienisch-österreichischen Projektbetreibern. „Die dafür notwendigen zusätzlichen Bauarbeiten und die Integration der Bahntechnik bedeuten mehr Zeit und höhere Kosten“, erklärten die BBT-Vorstände Umberto Lebruto und Martin Gradnitzer.
Noch keine Trassenfestlegung beim Nordzulauf
Der 64 Kilometer lange Tunnel soll den Gütertransport und die Reise zwischen Deutschland und Italien deutlich beschleunigen. Damit die wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen maximal genutzt werden kann, müsste auch der Nordzulauf in Bayern ausgebaut werden. Doch bislang wurde dafür noch keine Trasse festgelegt. Die Verzögerungen in Deutschland haben aber nichts mit dem neuen Zeitplan der Tunnelgesellschaft zu tun, betonte ein BBT-Sprecher gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“.