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Austritt von Schleswig-Holstein aus dem BGL wird immer wahrscheinlicher

17.04.2014 11:51 Uhr
Austritt von Schleswig-Holstein aus dem BGL wird immer wahrscheinlicher
VGL-Vorsitzender Peter Boyens: Hat wenig Hoffnung, dass der BGL auf den VGL-Vorschlag eingeht
© Foto: VGL

Der Vorstand des Verbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (VGL) Schleswig-Holstein beschließt einstimmig, seinen Mitgliedern den Austritt aus dem BGL zu empfehlen, wenn es bei der Beitragserhöhung des BGL bleibt.

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Neumünster. Der Austritt des Verbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (VGL) Schleswig Holstein aus seinem Bundesverband wird immer wahrscheinlicher. Auf einer Sondersitzung am Montag dieser Woche hat der siebenköpfige Vorstand des VGL beschlossen, seinen Mitgliedern einen solchen Schritt zu empfehlen, wenn es bei der derzeit im Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) vereinbarten Beitragserhöhung bleibt.

„Unsere Entscheidung im Vorstand ist einstimmig beschlossen worden“, sagte Peter Boyens, Vorsitzender des VGL-Vorstandes gegenüber der VerkehrsRundschau. Der Verband könne die Beitragserhöhung so nicht akzeptieren.

Die Mitgliederversammlung des BGL hatte eine Erhöhung des Grundbeitrages von 230 auf 285 Euro pro Unternehmen und einen höheren Betrag pro Fahrzeug beschlossen. Der VGL hatte einen Alternativvorschlag im BGL eingebracht. Der sieht unter anderem eine Erhöhung des Grundbeitrages nur um 20 Euro auf 250 Euro vor. Die beschlossene Erhöhung pro Fahrzeuge würde für den VGL laut Boyens bedeuten, dass der an den BGL zu überweisende Betrag von derzeit 28 Euro je LKW um 7,20 Euro steigt.

Zudem plädiert der VGL für die Aufhebung der Staffelbeitragsregelung. Jeder Landesverband muss eine Summe pro Unternehmen und Fahrzeug an den Bundesverband überweisen. Dieser Staffelbetrag ist jedoch laut Boyens in den großen Landesverbänden wie Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen niedriger als in den kleineren Landesverbänden. „Es ist aber doch nicht einzusehen, dass ein Unternehmen in Schleswig-Holstein mit zwei LKW mehr zahlen muss als ein Unternehmen in Bayern mit zwei LKW“, beklagte Boyens. Da es in den großen Landesverbänden jedoch mehr Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen gibt, überweisen die großen Mitgliedsverbände des BGL insgesamt einen höheren Betrag an die Frankfurter Zentrale des BGL. Laut Boyens zahlt der VGL derzeit insgesamt 130.000 Euro pro Jahr an den Bundesverband.

VGL fordert engere Zusammenarbeit mit anderen Bundesverbänden

Der Vorschlag des VGL sieht auch strukturelle Veränderungen im BGL vor. So wird eine engere Zusammenarbeit mit anderen Bundesverbänden wie dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) gefordert, um Synergien zu schöpfen und Kosten zu sparen.

Am 6. Mai berät in Frankfurt eine außerordentliche Delegiertenversammlung des BGL über die Beitragserhöhung. Dieser Termin wurde vom Landesverband Berlin-Brandenburg initiiert, der ebenfalls Kritik an der Erhöhung übt. Laut Boyens hätten insgesamt sieben Landesverbände Strukturveränderungen im BGL vorgeschlagen. Daher stehe der VGL keineswegs alleine da mit seiner Kritik.

Am 14. Juni entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig über den Austritt

Bislang habe es aufgrund des Vorstandsbeschlusses des VGL laut Boyens noch keine Reaktion seitens des BGL gegeben. „Ich habe allerdings wenig Hoffnung, dass der BGL auf unseren Vorschlag eingeht“, sagte Boyens. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird der VGL eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Der Termin dafür ist der 14. Juni. Dort müssten dann die Mitglieder über einen Austritt aus dem BGL beschließen. Laut Boyens sind die Mitglieder am Dienstag über den Vorstandsbeschluss des VGL informiert worden. Bislang habe es dazu keine Kritik gegeben. (cd)

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