4flow erweitert sein Softwareangebot für das Supply-Chain-Management um die KI-basierte Plattform optaire. Die Lösung soll Unternehmen dabei unterstützen, Veränderungen und Störungen in Lieferketten kontinuierlich zu erkennen, deren Auswirkungen zu bewerten und mögliche Handlungsschritte abzuleiten.
Die Plattform verbindet dafür Netzwerk-, Logistik- und Risikomanagement. Ziel ist es, Entscheidungen in volatilen Lieferketten zu beschleunigen und gleichzeitig Logistikkosten, Lieferfähigkeit und Widerstandsfähigkeit im Blick zu behalten.
KI soll Lieferketten kontinuierlich analysieren
Anders als klassische Planungslösungen, die Supply Chains in festgelegten Zyklen optimieren, soll optaire Veränderungen fortlaufend erfassen. Auf Basis der verfügbaren Daten entwickelt die Software verschiedene Handlungsoptionen und gibt Empfehlungen für weitere Schritte.
Damit richtet sich die Lösung insbesondere an Supply-Chain-Verantwortliche, die bei kurzfristigen Störungen schneller reagieren müssen. Neben der Problemlösung soll die Plattform auch dabei helfen, Zielkonflikte zwischen Kosten, Lieferfähigkeit und Resilienz sichtbar zu machen.
optaire verbindet ERP, TMS und WMS
Die Plattform kann in bestehende IT-Landschaften integriert werden. Dazu zählen unter anderem ERP-, Advanced-Planning-and-Scheduling-, Transport-Management- und Warehouse-Management-Systeme.
Die Informationen aus den unterschiedlichen Anwendungen werden über ein Ontologiemodell miteinander verknüpft. Auf dieser Grundlage soll optaire geschäftliche Auswirkungen erkennen, Lösungsoptionen identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen bereitstellen.
Für Logistik- und Supply-Chain-Teams könnte das insbesondere dort relevant sein, wo Informationen bislang auf unterschiedliche Systeme und Unternehmensbereiche verteilt sind.
Modularer Aufbau für unterschiedliche Supply-Chain-Prozesse
4flow hat optaire modular aufgebaut. Unternehmen können einzelne Bausteine entsprechend ihrer jeweiligen Anforderungen einsetzen und das System später um weitere Funktionen ergänzen.
Darüber hinaus sollen Anwender eigene Module für spezifische Anwendungsfälle entwickeln können. Damit lässt sich die Plattform an unterschiedliche Prozesse und Anforderungen innerhalb einer Lieferkette anpassen.
4flow verspricht sich davon unter anderem schnellere Entscheidungen, geringere Logistikkosten und eine Verbesserung der Liefertermintreue.
KI gewinnt im Supply-Chain-Management an Bedeutung
Mit optaire reagiert 4flow auf die zunehmende Komplexität internationaler Lieferketten. Geopolitische Konflikte, Versorgungsengpässe und Kostendruck erhöhen den Bedarf an Systemen, die Risiken nicht nur anzeigen, sondern deren konkrete Auswirkungen auf operative Prozesse einordnen.
Die Plattform wird nach Angaben von 4flow bereits von mehreren Unternehmen eingesetzt. Für die Logistikbranche zeigt die Entwicklung einen generellen Trend: KI-Lösungen sollen zunehmend von der reinen Datenanalyse in die operative Entscheidungsunterstützung rücken und Unternehmen ermöglichen, schneller auf Veränderungen in ihren Lieferketten zu reagieren.