Transportbarometer Timocom

Im Dezember stiegen die Frachten im Vergleich zum Vormonat auf 1,5 Millionen

©TIMOCOM

Timocom-Transportbarometer: Frachten erholen sich im vierten Quartal 2020

Insgesamt habe es neun Prozent mehr Frachteingaben im Vergleich zum vorherigen Quartal gegeben. Besonders der Monat Dezember zeigte sich stark, was dem IT-Unternehmen zufolge ungewöhnlich ist.

Erkrath. Im vierten Quartal 2020 sind mehr Frachteingaben als im vorherigen Quartal erfolgt. Das hat das Erkrather IT-Unternehmen Timocom nach der Auswertung seines Transportbarometers festgestellt. Demnach habe es insgesamt neun Prozent mehr Frachteingaben gegeben. Im Dezember stiegen die Frachten im Vergleich zum Vormonat auf 1,5 Millionen. Dies sei ein besonders markanter Wert, da der letzte Monat des Jahres in der Regel schwächer ausgeprägt sei, so Timocom.

Vorjahreswerte trotz Corona überholt

Setzt man die Quartalszahlen ins Verhältnis zum Vorjahr, so ergebe dies trotz der Oktober- und November-Werte 53 Prozent mehr Frachteingaben im letzten Vierteljahr 2020 als 2019. Wie bereits im September 2020 wurden beispielsweise auch im Oktober erneut die zehn Millionen Frachteingaben überschritten. Oktober, November und Dezember zeigen darüber hinaus die stärksten Vorjahres-Veränderungen des gesamten Jahres 2020 auf, so Timocom. In Zahlen ausgedrückt, stellt sich der Vorjahres-Quartalsvergleich zu 2019 wie folgt dar: Oktober 43 Prozent, November 47 Prozent und Dezember 76 Prozent mehr Frachtangebote als im Vergleichsquartal 2019.

Für das vergangene Jahr zeige sich ein Gesamtbild mit starken Schwankungen. Ein maßgeblicher Faktor hierfür sind laut Timocom die verschiedenen Lockdown-Phasen in Europa. Ein Beispiel dazu: Frachtangebote für Touren von Deutschland nach Frankreich nahmen im April um 84 Prozent und im Mai um 67 Prozent gegenüber 2019 ab. Nach der Lockerung der strengen Ausgangssperre Mitte Mai, schnellte im Juni die Nachfrage hoch und nahm sogar um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Insgesamt hat die Anzahl an Frachteingaben 2020 um 8 Prozent im Vergleich zu 2019 zugenommen – trotz der massiven Schwankungen aufgrund der Pandemie.

Einzelbetrachtung einiger Länder

Die Pandemie hat sich auch in den einzelnen Länderrelationen des Timocom-Transportbarometers deutlich ausgewirkt. Besonders auffällig war beispielsweise der Import von Österreich nach Deutschland, der im letzten Quartal 2020 durchschnittlich circa 175 Prozent gegenüber dem letzten Quartal 2019 zunahm. Ein starkes Wachstum verzeichnete das Transportbarometer auch bei den Frachteingaben von Italien nach Deutschland. Ursächlich sind dabei vermutlich die drastischen Ereignisse, die in Italien im Zuge der ersten Corona-Welle stattfanden. In der zweiten Jahreshälfte kam der Handel Timocom zufolge zwischen Italien und Deutschland aber wieder in die Spur. Was im zweiten Quartal verloren ging, wurde im weiteren Jahresverlauf wieder aufgeholt. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGIONEN & STANDORTE.

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