Scheuer präsentiert den Aufkleber: "Ich hab den Oaty"

Wer sich am Steuer gesund ernährt, erhält den Aufkleber "Ich hab den Oaty"

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Scheuer will Currywurst an Raststätten und Autohöfen abschaffen

Das Bundesverkehrsministerium möchte die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer aktiv verbessern. Um sie für ihren Job fit und leistungsfähig zu halten, setzt es bei ihrer Ernährung an.

Liebe VerkehrsRundschau-Leser!
Wie Sie es vielleicht schon anhand vom Datum dieser Meldung erahnen konnten, will unser Bundesverkehrsminister natürlich NICHT die Currywurst an Raststätten abschaffen ... April, April! Wir hoffen, dass Ihnen unser kleiner Aprilscherz trotzdem gefallen hat und wünschen Ihnen auf Ihren Fahrten quer durch Deutschland einen guten Appetit!

Berlin. Die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer in Europa sollen besser werden – doch der politische Prozess der Abstimmung über die noch offenen Punkte des EU-Mobilitätspaketes verzögert sich weiter. Um die Wartezeit zu überbrücken und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen, wird das Bundesverkehrsministerium nun selbst aktiv. Mit einer gezielten Qualitätsoffensive will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ab sofort bei der Verpflegung auf Autohöfen und Raststätten ansetzen. „Wer stundenlang konzentriert auf der Straße unterwegs sein muss, muss fit und gesund sein. Das schaffen wir nicht mit fettigen Pommes und Currywurst, sondern einer ausgewogenen, reichhaltigen Ernährung, die Spaß macht und schmeckt“, machte der Bundesverkehrsminister deutlich.

Im Zuge einer Gesetzesänderung sollen die Raststätten und Autohöfe nun schrittweise dazu verpflichtet werden, zu gehaltvolles Essen mit leeren Kalorien aus dem Programm zu nehmen. Dazu gehören nicht nur frittierte Kartoffelprodukte wie Pommes oder Kroketten, sondern auch das beliebte Wiener Schnitzel, Chicken Nuggets und Schweinsbraten. „Natürlich wird das bei den Lkw-Fahrern erst einmal eine Welle des Protestes auslösen“, sagte Scheuer. „Doch wenn sie erst einmal unser Alternativprogramm kennenlernen und probieren, werden sie schnell begeistert sein und neue Lieblingsspeisen finden“, fuhr er fort.

Scheuers neues Ernährungskonzept für Lkw-Fahrer setzt auf eiweißreiche Speisen, ungesättigte Fettsäuren und vollwertige Kohlenhydrate – also unverarbeitete Lebensmittel mit hohem Ballaststoffgehalt. Dazu gehören unter anderem Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide, aber auch Vitalstoff-Klassiker wie Quinoa, Bulgur oder Amaranth. Wer keine Zeit für eine lange Rast hat, soll sich künftig darüber hinaus ein großes Angebot an grünen Smoothies vorfinden. Die kalten Mixgetränke aus Obst und Gemüse sind wohlschmeckend und haben einen hohen Vitamingehalt.

Und noch eine Idee hält der Bundesverkehrsminister bereit: Um die Fahrer davon zu überzeugen, dass sie mit dem neuen Ernährungskonzept einen aktiven Beitrag für ihre Gesundheit leisten, erhalten alle, die mindestens fünf vollwertige Getreidegerichte mit Gemüse konsumiert haben, einen Aufkleber mit dem Schriftzug „Ich hab den Oaty“. So genannte Oatmeals sind leckere Speisen auf der Basis von Haferflocken, die mit Früchten verfeinert werden können. „Wer sich diesen Aufkleber auf seine Fahrerkabine klebt, setzt ein Zeichen für mehr Fitness und Vitalität am Lkw-Steuer“, zeigte sich Scheuer begeistert.

Abgerundet wird die neue Fitness-Offensive durch ein abwechslungsreiches Sportprogramm, für das sich die Fahrer im Zuge ihrer Lenk- und Ruhezeiten anmelden können. Dazu gehören unter anderem bei schönem Wetter Pilates-Kurse auf dem Grünstreifen der Rasthöfe sowie offene Sporttreffs, bei denen vor allem der Spaß im Mittelpunkt stehen soll. (sno)

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