Ladeinfrastruktur für schwere Lkw: Neue Förderung startet

04.05.2026 10:16 Uhr | Lesezeit: 3 min
schwerer Lkw auf der Straße
Symbolbild: Bund fördert Ladeinfrastruktur für schwere Elektro‑Lkw
© Foto: fotoak80/ AdobeStock

Der Bund stellt eine Milliarde Euro für Ladeinfrastruktur für schwere Elektro‑Lkw bereit. Gefördert werden Depotladen, öffentliche Ladepunkte und Netzanbindung.

Bund fördert Ladeinfrastruktur für schwere Elektro‑Lkw mit einer Milliarde Euro

Der schwere Straßengüterverkehr soll schneller elektrifiziert werden: Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat eine neue Förderrichtlinie für Ladeinfrastruktur für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge auf den Weg gebracht. Über einen Zeitraum von vier Jahren stellt der Bund dafür insgesamt eine Milliarde Euro bereit.

Das Programm richtet sich sowohl an Speditionen und Logistikunternehmen, die Ladepunkte auf dem eigenen Betriebshof errichten wollen, als auch an Investoren, die eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für schwere Lkw aufbauen.

Umstieg auf E‑Lkw erleichtern

Mit der Förderung will der Bund den Umstieg auf batterieelektrische Lkw beschleunigen. Der schwere Güterverkehr sei für den Wirtschaftsstandort Deutschland unverzichtbar, müsse aber zugleich klimafreundlicher werden, betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur sei dafür die zentrale Voraussetzung.

Batterieelektrische Lkw bieten nach Einschätzung des Ministeriums nicht nur Klimavorteile, sondern können den Transportsektor auch weniger abhängig von fossilen Energiekrisen machen – sofern Ladepunkte in ausreichender Zahl vorhanden sind.

Mehr als nur Ladesäulen förderfähig

Die neue Förderrichtlinie ist Teil des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030. Förderfähig sind nicht nur die eigentlichen Ladepunkte, sondern auch Netzanschlüsse, Batteriespeicher sowie Ladelastmanagement‑Systeme. Damit sollen insbesondere Standorte mit hohem Leistungsbedarf technisch und wirtschaftlich abgesichert werden.

Erste Förderaufrufe starten im Mai und Juni

Zum Start stehen 200 Millionen Euro für mehrere Förderaufrufe bereit. Weitere Aufrufe sollen im Laufe der vierjährigen Programmlaufzeit folgen und an die jeweilige Marktsituation angepasst werden.

Geplant sind drei Förderlinien:

  • Nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen
    Antragstellung ab 5. Juni 2026. Die Bewilligung erfolgt als pauschale Förderung in der Reihenfolge der Antragseingänge.

  • Nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für alle Unternehmen
    Antragstellung vom 26. Mai bis 7. Juli 2026. Die Vergabe erfolgt nach einem wettbewerblichen Auswahlverfahren.

  • Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge
    Antragstellung ebenfalls vom 26. Mai bis 7. Juli 2026. Auch hier entscheidet ein wettbewerbliches Verfahren.

Bei den wettbewerblichen Verfahren gilt als zentrales Kriterium der Fördereuro je aufgebauter Ladeleistung.



Online-Infoveranstaltung für Interessierte

Unternehmen und Investoren können sich in einer kostenfreien Online‑Informationsveranstaltung am Dienstag, 19. Mai 2026, um 9:30 Uhr über das Programm informieren und Fragen stellen. Die Veranstaltung wird von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gemeinsam mit dem Projektträger Jülich durchgeführt.

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