Das brasilianische Parlament hat das Freihandelsabkommen zwischen dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur und der Europäischen Union offiziell ratifiziert. Senatspräsident Davi Alcolumbre erklärte, das Parlament habe „im Interesse der Gesellschaft“ gehandelt, nachdem die Vereinbarung im Senat die letzte nationale Hürde genommen hatte. Auch Uruguay und Argentinien haben das Abkommen bereits bestätigt.
Der Vertrag war zu Jahresbeginn in Paraguay nach über 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet worden. Ziel ist die Schaffung einer der größten Freihandelszonen der Welt mit mehr als 700 Millionen Einwohnern. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen deutlich erleichtert werden.
Trotz einer noch ausstehenden Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof plant die EU‑Kommission, das Abkommen vorläufig anzuwenden. Bestimmte Teile könnten damit in Kraft treten, noch bevor die vollständige rechtliche Bewertung vorliegt.