Das Europäische Parlament hat den Weg für Verhandlungen über neue Vorschriften zu Fahrzeug- und Verkehrskontrollen freigemacht. Das Plenum stimmte dafür, auf Basis eines Mandats des Verkehrsausschusses Gespräche mit dem Rat aufzunehmen.
Ziel ist es, die bestehenden Regelwerke zu modernisieren und insbesondere Verkehrssicherheit, Manipulationsprävention und Emissionskontrollen weiter zu stärken.
Prüfpflichten für ältere Fahrzeuge bleiben unverändert
Ein zentraler Vorschlag der EU‑Kommission, die Prüfintervalle für ältere Fahrzeuge zu verschärfen, fand im Parlament jedoch keine Mehrheit. Die Idee, technische Inspektionen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab einem Alter von zehn Jahren von zwei Jahren auf jährliche Prüfungen zu verkürzen, wurde abgelehnt.
Stattdessen setzen die Abgeordneten stärker auf flexiblere Kontrollmöglichkeiten im Alltag.
Fokus auf Manipulation und Gebrauchtwagenmarkt
Ein wichtiger Schwerpunkt der geplanten Reform ist die Bekämpfung von Tachobetrug und Manipulationen. Demnach sollen künftig:
- Werkstätten Kilometerstände erfassen
- Fahrzeughersteller Daten vernetzter Fahrzeuge in nationale Datenbanken übermitteln
Um kleinere Betriebe nicht übermäßig zu belasten, sollen die Anforderungen nur greifen, wenn eine Reparatur länger als eine Stunde dauert.