Bund startet KI-Förderprogramm für Unternehmen und Forschung

04.09.2026 13:28 Uhr | Lesezeit: 3 min
Künstliche Intelligenz
Bund startet neues Förderprogramm für Künstliche Intelligenz (Symbolbild)
© Foto: picture alliance / Zoonar /Alexander Limbach

Das Bundesarbeitsministerium unterstützt neue Projekte zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Ziel sind mehr Produktivität, Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine neue Förderrichtlinie zum produktiven und beschäftigungsorientierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Mit dem Programm sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einführung und Nutzung von KI-Anwendungen unterstützt werden.

Die Initiative zielt darauf ab, die Innovationskraft der Wirtschaft zu stärken, Produktivitätspotenziale zu erschließen und Unternehmen auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorzubereiten.

KI-Einsatz in Unternehmen fördern

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der Entwicklung praxisnaher Unterstützungsangebote für Unternehmen. Gefördert werden Konzepte, die Betriebe bei Investitionsentscheidungen und der Einführung konkreter KI-Anwendungen begleiten.

Dabei sollen technische Fragestellungen ebenso berücksichtigt werden wie die Auswirkungen auf Arbeitsorganisation, Qualifizierung und Kompetenzentwicklung der Beschäftigten.

Skalierbare Lösungen für den Mittelstand

Nach Angaben des Ministeriums sollen insbesondere Lösungen entstehen, die sich branchenübergreifend einsetzen und bundesweit übertragen lassen. Ziel ist es, Unternehmen möglichst schnell und systematisch bei der Umsetzung von KI-Projekten zu unterstützen.

Damit reagiert das BMAS auf den steigenden Bedarf nach Orientierung und praktischer Unterstützung bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen.

Zusammenhang zwischen KI und Produktivität im Fokus

Ein zweites Handlungsfeld widmet sich wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelt und Wirtschaft.

Gefördert werden Analysen, die erforschen, wie KI zur Steigerung der Produktivität beitragen kann und welche Auswirkungen neue Technologien auf Beschäftigung, Fachkräftebedarf und Verteilungsgerechtigkeit haben.

Forschungseinrichtungen können Anträge stellen

Antragsberechtigt sind Forschungseinrichtungen und weitere geeignete Projektträger. Die Antragstellung ist bereits gestartet und läuft bis zum 14. Oktober 2026 um 16 Uhr.

Die Umsetzung des Förderprogramms erfolgt über die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS), die als Projektträger fungiert.

KI soll Wettbewerbsfähigkeit stärken

Mit dem Förderprogramm verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärker in die betriebliche Praxis zu bringen. Gleichzeitig sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, den Fachkräftemangel zu bewältigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen könnten die neuen Fördermöglichkeiten zusätzliche Impulse für die Digitalisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen liefern.


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