Andrzej Adamczyk Polen

Andrzej Adamczyk gilt als Skeptiker, was die Privatisierung von staatlich kontrollierten Unternehmen angeht

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Polen: Andrzej Adamczyk soll neuer Infrastruktur-Minister werden

Die neue nationalkonservative Regierung und der designierte Infrastruktur-Minister setzen auf weniger Privatisierung und die Verlagerung von Transporten auf die Schiene.

Warschau. Andrzej Adamczyk soll neuer Infrastruktur-Minister in Polen werden. Der bisherige Parlamentsabgeordnete gehört der national-konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Ex-Premier Jaroslaw Kaczynski an. Die Nominierung wurde noch nicht offiziell bestätigt, gilt aber als sicher.

Adamczyk ist prinzipiell ein Skeptiker, wenn es um Privatisierungen von staatlich kontrollierten Unternehmen geht. So protestierte er etwa gegen den Verkauf der Mehrheitsanteile am Schienengüter-Transporteur PKP Cargo durch die Regierung.

Die PiS hatte im Wahlkampf einen starken Staat auch in der Infrastruktur-Politik gefordert. Mehr Geld soll an die staatliche Bahngesellschaft PKP fließen, ebenso wie in den Regionalverkehr, wo die Rolle des Staates ebenfalls größer werden müsse. Es ist geplant, eine große Aktion mit dem Titel „Lkw auf die Schiene“ ins Leben zu rufen, die den Straßen-Güterverkehr zunächst auf der Achse Westeuropa-Polen-Baltikum deutlich reduzieren soll. „Die Transportpolitik braucht eine Kurskorrektur“, sagte Adamczyk in einer Erklärung. Besonders für die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Bahn bedürfe es eines stärkeren Einsatzes der Regierung. „Es fehlen auch Anreize für die Entwicklung des Intermodal-Transports“, sagte der Politiker. (mk)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSPOLITIK EUROPA & ÜBERSEE.

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Verkehrspolitik Europa & Übersee, Polen – Transport & Logistik


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