eWayBW Oberleitungs-Lkw Murgtal

Auf einer etwa 18 Kilometer langen Pilotstrecke im Murgtal (Baden-Württemberg) werden Oberleitungs-Hybrid-Lkw getestet

©Verkehrsministerium Baden-Württemberg

Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw im Murgtal gestartet

Auf der Bundesstraße im Murgtal bei Rastatt wurde eine neue Pilotstrecke zu Oberleitungs-Hybrid-Lkw in Betrieb genommen. Die Testphase dauert bis Juni 2024 an.

Stuttgart. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann haben am 28. Juni die Pilotstrecke von eWayBW offiziell in Betrieb genommen.

eWayBW ist ein Pilotprojekt zu elektrisch betriebenen Oberleitungs-Hybrid-Lkw. Auf einer etwa 18 Kilometer langen Pilotstrecke, davon vier Kilometer elektrifiziert, auf der Bundesstraße im Murgtal bei Rastatt können Lkw mit entsprechender Technik über Oberleitungen Fahrstrom beziehen. Gleichzeitig wird eine Batterie aufgeladen, die dem Lkw eine emissionsfreie Weiterfahrt nach Beenden der Oberleitung ermöglicht. Die Testphase dauert bis Juni 2024 an.

Die B 462 im Murgtal wurde für das Pilotprojekt gewählt, weil auf der Strecke jährlich 510.000 Tonnen Papier im 24 /7-Betrieb von drei Papierherstellern in Obertsrot in ein Logistikzentrum in Kuppenheim im Rheintal gebracht werden. Damit ergeben sich pro Kalendertag durchschnittlich 64 Umläufe. In Summe legen die OH-Lkw damit pro Jahr rund 250.000 Kilometer im Bereich der Oberleitungen zurück.

Kosten von 28 Millionen Euro

Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt rund 28 Millionen Euro, wovon der Großteil das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbar Mobil“ übernimmt. Die Mobilitätszentrale Baden-Württemberg wird den Betrieb leiten, das Projekt wird zudem vom Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung wissenschaftlich begleitet.

An dem Projekt sind acht Projektpartner beteiligt: Regierungspräsidium Karlsruhe, Landkreis Rastatt, Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG), Netze BW sowie das Konsortium Forschung eWayBW, das aus dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Fraunhofer ISI, der PTV Transport Consult GmbH, dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie besteht.

Über die Projektpartner hinaus gibt es weitere Projektbeteiligte, die als assoziierte Partner für ihre Beteiligung selbst aufkommen. Dazu zählen unter anderem die Spedition Fahrner, die Huettemann Logistics, die Casimir Kast Verpackung und Display, die Mayr-Melnhof Gernsbach und der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BADEN-WÜRTTEMBERG.

1000px 588px

Logistikregion Baden-Württemberg, Hybrid- und Elektro-Lkw, CO2 und Luftschadstoffe


WEITERLESEN: