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Wasserstoffzentrum: Drei Regionen im Fokus

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will Deutschland zum "Wasserstoffland" machen
© Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Das Bundesverkehrsministerium sucht im Rahmen eines Wettbewerbes den Standort für das künftige Technologie- und Innovationszentrum "Wasserstofftechnologie für Mobilitätsanwendungen". Von 15 Bewerbungen kommen nun drei in die genauere Betrachtung.


Datum:
28.04.2021
Autor:
Fabian Faehrmann, Stefanie Schuhmacher
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Berlin. "Wasserstoff ist nicht der Champagner der alternativen Kraftstoffe". Mit diesen Worten eröffnete Bundesverkehrsminsiter Andreas Scheuer die heutige Pressekonferenz, auf der unter anderem die bundesweite Wasserstoffstrategie nochmals konkretisiert wurde. Mancher Experte, so Scheuer, bezeichne H2 gerne als Champagner, da er ebenso selten und teuer sei. Der CSU-Politiker will wörtlich erreichen, dass Wasserstoff zum Tafelwasser der alternativen Antriebe werde. Um das zu erreichen, plant das BMVI den Aufbau eines "Technologie- und Innovationszentrum" für Wasserstoff. Wo - das entscheidet ein Wettbewerb, für den sich zuvor 15 Projekte beworben hatten. Drei davon konnten sich durchsetzten und stehen nun im Finale. 

  • Chemnitz: Hydrogen and Mobility Innovation Center (HIC)

Das HIC ist ein Bündnis von 25 Partnern aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Verbänden. Große Vertreter sind unter anderem Siemens, BMW, der Freistaat Sachsen und die Technischen Universitäten aus Dresden und Chemnitz. Ein Kernziel ist die Entwicklung, Erprobung und Zertifizierung von Brennstoffzellen für den Fahrzeugeinsatz. 

  • Pfeffenhausen: Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff (WTAZ)

Auch das geplante WTAZ im Kreis Landshut setzt sich aus mehreren Partnern zusammen. Es ist auf einer Fläche von 128.000 Quadratmetern geplant und würde sich unter anderem mit der Gewinnung und der Weitergabe von grünem Wasserstoff befassen.

  • Duisburg: Technologie- und Innovationszentrums Wasserstofftechnologien (TIW)

Aus über 50 Partnern setzt sich das TIW im Rheinland und Ruhrgebiet zusammen. Bereits heute wird geforscht, wie Wasserstoff beispielsweise aus Müllverbrennungsanlagen gewonnen und dann über Pipelines transportiert werden kann. In der Region sind außerdem Busse, die mit Brennstoffzellen ausgestattet sind, unterwegs. 

Alle drei Regionen müssen nun in einer Machbarkeitsstudie beweisen, weshalb sie als Technologie- und Innovationszentrum für Wasserstoff in Deutschland geeignet sind. Bundesverkehrsminister Scheuer versprach unterdessen, dass der Standort Pfeffenhausen trotz seiner bayerischen Verbundenheit keinen Vorteil im Verfahren haben solle. Wann eine Entscheidung getroffen wird, gab das BMVI nicht bekannt.

Kein Alleingang

Trotzdem wurde bei dem heutigen Termin auch noch einmal klar, dass Deutschland den Umschwung zum Wasserstoff nicht alleine schaffen wird. Denn: Man ist schlicht in der Lage, die benötigten Mengen an grünem Wasserstoff alleine herzustellen. Bundesverkehrsminister Scheuer sieht auch in Zukunft noch eine gewisse Abhängigkeit von anderen Ländern.

Ein weiterer Punkt, der wieder besprochen wurde, war der wettbewerbsfähige Preis von Wasserstoff. Scheuer will seinen Worten nach langfristig ein Niveau von weniger als fünf Euro pro Kilogramm erreichen. Um eine ganz grobe Relation zu schaffen: Ein Hyundai Xcient Fuel Cell, der einzige Wasserstoff-Lkw, der in Mitteleuropa aktuell auf dem Markt ist, verbraucht ungefähr 12 Kilogramm pro 100 Kilometer. (ff)

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