Ifo: Arbeitsmarkt schwächt sich erneut ab
Die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt hat sich im Juni wieder verschlechtert. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo‑Instituts sank deutlich und signalisiert, dass viele Unternehmen stärker über Stellenabbau nachdenken.
Damit bewegt sich der Indikator auf einem der niedrigsten Niveaus seit der Corona‑Pandemie.
Unternehmen planen wieder mehr Personalabbau
Nach Einschätzung des Ifo‑Instituts überwiegen aktuell wieder die Betriebe, die Stellen abbauen wollen. Eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarkts ist damit vorerst nicht in Sicht.
Die Entwicklung folgt auf eine kurze Phase der Stabilisierung im Vormonat und zeigt, dass die Unsicherheit in der Wirtschaft weiter hoch ist.
Industrie und Handel besonders betroffen
Die Aussichten unterscheiden sich deutlich zwischen den Branchen. Besonders angespannt bleibt die Lage in:
- der Industrie
- sowie im Handel
Dort planen deutlich mehr Unternehmen einen Personalabbau als einen Aufbau. Im Handel hat sich die Situation zuletzt sogar weiter verschärft.
Dienstleister verlieren ebenfalls an Dynamik
Auch im Dienstleistungssektor hat sich die Stimmung eingetrübt. Während dort zuvor noch mehr Unternehmen Personal aufbauen wollten, dominieren nun ebenfalls Abbaupläne.
Als besonders schwach gelten:
- die Leiharbeitsbranche
- sowie der Tourismus
Baugewerbe zeigt sich stabil
Eine Ausnahme bildet das Baugewerbe. Hier erwarten die Unternehmen derzeit weitgehend stabile Beschäftigtenzahlen und planen kaum Veränderungen.
Damit bleibt die Branche im Vergleich zu anderen Sektoren robuster.