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CO2-Flottengrenzwerte: IRU begrüßt Abstimmung im Verkehrsausschuss

Lkw blau mit EU-Sternen
Die IRU zeigte sich mit den jüngsten Beschlüssen im Verkehrsausschuss zufrieden
© Foto: assetseller/ AdobeStock

Als ein realistisches Tempo bei der Dekarbonisierung des Straßenverkehrs hat die IRU die jüngsten Beschlüsse des EU-Verkehrsausschusses bezeichnet.


Datum:
20.09.2023
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
3 min
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Das Ergebnis der jüngsten Abstimmung im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN) des Europäischen Parlaments über neue CO2-Normen für schwere Nutzfahrzeuge, wurde von der International Road Transport Union (IRU) begrüßt. Die Ergebnisse bei den Flottengrenzen würden „ein realistisches Tempo für die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs“ vorgeben und wesentliche Technologieoptionen bewahren, zu denen batterieelektrische, wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen- und Verbrennungsmotoren auf der Grundlage kohlenstoffneutraler Kraftstoffe oder Wasserstoff gehören, so die IRU. Dies würde auch „den Bedürfnissen und Forderungen des Sektors entsprechen“.

Man schätze den „Pragmatismus der TRAN-Mitglieder, die beschlossen haben, den Verkehrsunternehmen alle Optionen offen zu lassen“, kommentierte IRU-Direktorin Raluca Marian die Ergebnisse.  Für Lkw bleibe das Ziel für den Berichtszeitraum 2030 bis 2034 in Sachen Flottengrenzwerte bei einem Anteil 30 Prozent, wie es in den derzeitigen Rechtsvorschriften festgelegt ist.

Damit werde den Bedenken der Industrie Rechnung getragen, wonach die Voraussetzungen, wie der EU-weite Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Ladestationen, Netzanschlüsse und -kapazitäten), nicht ausreichen werden, um das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene höhere Ziel von 45 Prozent zu erreichen, so die IRU. Insbesondere wurde das Ziel ab 2040 von 90 Prozent, wie von der Europäischen Kommission vorgeschlagen, auf 75 Prozent gesenkt. Wesentliche Ausnahmen sind für einige Kategorien von Fahrzeugen mit hohem Fassungsvermögen, großen Fahrzeugen mit einem Gewicht von über 40 Tonnen und/oder einer Länge von mehr als 18,75 Metern vorgesehen.

Logistiksektor braucht auch noch 2040 Optionen

„Wir teilen die Ansicht des TRAN, dass der EU-Logistiksektor auch nach 2040 Optionen braucht und dass ein Marktanteil von zehn Prozent für Verbrennungsmotoren so gut wie keinen Markt bedeutet. Die 25 Prozent lassen eine wichtige Tür offen, vor allem um die Langstreckenkorridore optimal zu bedienen, in denen Verbrennungsmotoren aus Gründen der Betriebseffizienz eine ausgezeichnete Wahl bleiben können“, betonte Raluca Marian.

Man sei auch den Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus den nordischen EU-Ländern dankbar, die „sich für die dringend benötigten Ausnahmen für Fahrzeuge mit hoher Kapazität eingesetzt“ hätten. „Die derzeit verfügbaren Technologien für emissionsfreie Fahrzeuge sind jedoch nicht für den Einsatz von großen Lastkraftwagen geeignet, die bis zu 80 Tonnen wiegen können und in Nordeuropa weite Gebiete abdecken“, fügte Marian hinzu hinzu.

Anfang dieses Jahres hatte die Europäische Kommission Änderungen an den CO₂-Normen für schwere Nutzfahrzeuge vorgeschlagen, die auf den Straßen der EU zugelassen sind, indem schrittweise steigende CO₂-Null-Emissionsziele festlegt werden sollten, die Hersteller für Fahrzeugflotten bis 2030, 2035 und 2040 erfüllen müssen.

Kritisch sah die Ergebnisse im Verkehrsausschuss der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber, der vor einem Verbrennerverbot auch beim Lkw warnte.

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