Man wolle „niedersächsische Unternehmen frühzeitig über die Fördermöglichkeiten informieren, Investitionen in klimafreundliche Logistik unterstützen und möglichst viele Bundesmittel nach Niedersachsen holen“ erklärte das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, zu einer gemeinsamen Initiative mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), der IHK Niedersachsen (IHKN) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV). im Zuge dieser gemeinsamen Initiative wurde über die neue Bundesförderung von Ladeinfrastruktur für elektrische schwere Nutzfahrzeuge informiert.
Investitionen in Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge
„Wenn wir die Transformation hin zu klimafreundlichen Antrieben erfolgreich gestalten wollen, müssen wir die Unternehmen dabei aktiv unterstützen. Die neue Bundesförderung eröffnet dafür wichtige Chancen“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne. „Wir wollen möglichst viele Fördermittel nach Niedersachsen holen, Investitionen in moderne Ladeinfrastruktur erleichtern und den Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen für den Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge bieten. Deshalb setzen wir gemeinsam mit dem GVN, der IHKN und der NLStBV auf Information, Beratung und einen engen Austausch mit der Praxis.“
Erfahrungen der Unternehmen sollen einfließen
Begleitend zur Förderung startet eine landesweite Umfrage unter Unternehmen. Sie soll ein realistisches Bild der aktuellen Situation im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge liefern und Erkenntnisse über Investitionsabsichten, Einsatzprofile, Hemmnisse sowie Unterstützungsbedarfe gewinnen, so das Ministerium. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, „künftige Informations-, Beratungs- und Förderangebote noch stärker an den tatsächlichen Bedarfen der Wirtschaft auszurichten“. Mit der Umfrage mache man „die Erfahrungen der Unternehmen zum Maßstab für passgenaue Förder- und Beratungsangebote“, betonte GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic.
Gemeinsame Informationsveranstaltung
Die gemeinsame Initiative wird von einer digitalen Informationsveranstaltung am 9. Juni 2026 begleitet, in der Unternehmen über Fördermöglichkeiten, Voraussetzungen und Antragsverfahren informiert werden. „Die Antriebswende im Güterverkehr ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem klimaschonenden Verkehrssektor. Ein Schritt, der nur gemeinsam mit den Unternehmen und Betrieben gelingen kann“, sagte auch der Präsident der NLStBV, Timo Quander. Die Landesbehörde unterstütze die Unternehmen dabei aktiv mit Information, Beratung und Austausch.
Erfahrungen der Unternehmen von zentraler Bedeutung
Die Antriebswende im schweren Straßengüterverkehr könne nur gelingen, wenn „wirtschaftliche Machbarkeit, betriebliche Realität und politische Rahmenbedingungen zusammengedacht werden“, betonten alle Beteiligten. Die Erfahrungen und Rückmeldungen der Unternehmen seien dabei „von zentraler Bedeutung“. Der Bund hat ein neues Förderprogramm von Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge sowie Netzanschlüsse gestartet. Insbesondere die Förderung von Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen und in Fahrzeugdepots soll den Umstieg auf batterieelektrische Lkw beschleunigen.