Der Bus- und Lkw-Hersteller MAN hat seine Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt. Er konnte wieder mehr als 100.000 Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Im Vergleich zum Vorjahr ging es um sechs Prozent auf 101.600 Fahrzeuge nach oben, wie die VW-Tochter mitteilt.
Damit kann das Unternehmen die Rückgänge aus dem vergangenen Jahr aber nur teilweise ausgleichen. 2023 waren noch 116.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden.
- Treiber der aktuellen Erholung waren laut Hersteller vor allem die Geschäfte mit Vans und Bussen.
- Der wichtige Lkw-Bereich leidet weiter unter einem schwierigen Umfeld. Er konnte den Truck-Absatz mit 63.300 verkauften Fahrzeugen und einem Rückgang um 0,6 Prozent aber nahezu stabil halten.
Nach dem Start der Serienproduktion Mitte 2025 konnte das Unternehmen zudem 620 schwere E-Lkw verkaufen. Für 2026 seien die Auftragsbücher in dem Bereich schon gut gefüllt, wie das Unternehmen hervorhebt.
Lkw-Absatz: Je nach Markt verschiedene Entwicklung
Die wichtigsten Märkte für den Hersteller entwickelten sich eigenen Angaben zufolge insbesondere im Truckbereich unterschiedlich:
- In der Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) und außerhalb Europas sanken die Lastwagenabsätze,
- im restlichen Europa legten sie dagegen zu.
Konkret erreichte der Truckabsatz in der DACH-Region laut den vorgelegten Zahlen eine Anzahl von rund 21.200 Trucks. Das ist ein Minus von fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gut hätten sich die Sub-Segmente „Kommunal- und Baufahrzeuge“ sowie das Sattelzuggeschäft entwickelt. Hier sei man 2025 in Deutschland Marktführer gewesen.
In Europa (ohne die DACH-Region) erhöhten sich die Verkäufe um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 31.300 Fahrzeuge.
Außerhalb von Europa blieb der Truckabsatz 2025 mit knapp 10.000 Einheiten rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Ursache dafür sieht der Hersteller in anhaltenden geopolitische Herausforderungen, die zu einem Rückgang der adressierbaren internationalen Märkte um bis zu 30 Prozent führten.
Verhaltene Lkw-Nachfrage in Europa
Die Truck-Nachfrage in Europa sei verhalten, betonte Vertriebsvorstand Friedrich Baumann. In Deutschland sei sie sogar mit den Corona-Jahren vergleichbar. Positiv bewertete er dagegen die „starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und das erfolgreiche Jahr im Van-Segment“.
So konnte sich der Bereich der Transporter um 13 Prozent auf 31.300 Einheiten steigern. Laut MAN ein „neues Hoch“. Man führe diesen Erfolg unter anderem auf die anhaltende Internationalisierung des Geschäfts zurück. 2025 wurden dabei weitere Märkte auf der arabischen Halbinsel erschlossen, 2026 soll das Geschäft weiter internationalisiert werden.
Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es im Bus-Geschäft, das sich mit einem Plus von 49 Prozent auf mehr als 7.000 Fahrzeuge erholte. Besonders stark wuchs dabei das Geschäft mit Elektrobussen im Stadtbereich, das sich auf 1.300 Einheiten mehr als verdoppelte.
Neuer Zwölftonner eTGL soll kommen
„Unsere starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und das erfolgreiche Jahr im Van-Segment zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Vertriebsvorstand Baumann.
„Zudem treiben wir den Hochlauf unseres batterieelektrischen Portfolios konsequent voran.“ Gegen Ende 2026 soll der elektrische Zwölftonner eTGL in die Serienproduktion starten, zudem werden die ersten Auslieferungen des Busses eCoach erwartet.
Ähnliche Entwicklung bei Daimler Truck
Eine Ähnliche Entwicklung zeichnete sich auch bei Daimler Truck ab. Das Unternehmen legte Mitte Januar seine Geschäftszahlen vor und meldete für 2025 sinkende Absätze sowie ein Wachstum bei E Lkw. Weltweit habe man acht Prozent weniger Einheiten als im Vorjahr verkauft. Während Nordamerika stark rückläufig war, legten die Absätze batterieelektrischer Modelle zu.