Neue Kühlkoffer-Trailer von Krone

06.03.2026 13:37 Uhr | Lesezeit: 3 min
Neue Cool-Liner-Generation von Krone
Neue Cool-Liner-Generation von Krone: Zahlreiche Verbesserungen an Profilen am Aufbau sollen zu mehr Stabilität und verbessertem Werterhalt führen.
© Foto: Krone

Krone hat die Cool-Liner-Baureihe im Detail überarbeitet. Die neue Kühlkoffergeneration soll widerstandsfähiger als zuvor sein und geringere Betriebskosten bieten. Dafür sorgen vor allem Verbesserungen am Aufbau.

Bewährte Stärken gezielt weiterentwickeln: Unter diesem Motto stand laut Frank Nordhoff, Produktmanager Kühlfahrzeuge bei Krone, die Überarbeitung der Cool-Liner-Baureihe. „Dabei haben wir Wert auf konstruktive Merkmale gelegt, die im Feld entscheidend sind“, erklärt Nordhoff. Das betreffe vor allem die Robustheit des Trailers im täglichen Einsatz. „Unsere Kunden benötigen ein unter allen Umständen zuverlässiges Fahrzeug. Auch der Werterhalt ist für sie wichtig“, erläutert der Produktmanager. Aus diesen Eigenschaften würden sich geringe Betriebskosten ergeben.

Zahlreiche Detailverbesserungen optimieren Festigkeit

Um mit der neuen Generation namens CNG 2.1 diese Ziele zu erreichen, haben die Krone-Konstrukteure nach eigenen Angaben vor allem die strukturelle Festigkeit des Aufbaus verbessert. Die Verbesserungen betreffen vor allem die Gestaltung von Verbindungselementen an den Seitenwandpaneelen innen wie der Sockelscheuerleiste, sowie die Auslegung der Innendeckschicht der Seitenwand im Übergangsbereich zum Dach und zum Boden. Das soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Belastungen etwa durch Flurförderzeuge steigern und gleichzeitig besser gegen das Eindringen von Feuchtigkeit vorbeugen.

Außen hat der Fahrzeugbauer laut Nordhoff Einfassprofile optimiert, um den Klebeprozess der Wandelemente zu optimieren. Im Heckbereich sorgen demnach Verstärkungen in besonders beanspruchten Bereichen und verstärkte Türscharnierböcke für eine Verringerung von Belastungsspitzen insbesondere in den Eckbereichen. Neue Kunststoffeinladen sollen die Isolierung und Abdichtung verbessern, damit auch auf Zeit möglichst kein Wasser in die Paneele eindringt und die Isolierwirkung beeinträchtig. Duch eine angepasste Konstruktion entfällt auch die Dichtfuge im Nassbereich des Bodens – oft auch Sickerfuge genannt. Auch am Boden hat Krone gearbeitet. Ein überarbeitetes Querträgerdesign soll Spannungen verringern und die Schaumverteilung im Boden verbessern, wovon Haltbarkeit und Isolierwirkung ebenfalls profitieren.

Bald könnte VECTO auch Isolierung berücksichtigen

„Wichtig für den Werterhalt und die Effizienz des Kühlers ist, dass die Paneele trotz des Alterungsprozesses des Schaumkerns einen hohen Isolierwert liefern“, sagt der Produktmanager. Gleichzeitig müsse die Wand diffusionsdicht sowie reinigungs- und reparaturfreundlich bleiben. Er erwartet, dass das Verbrauchssimulations-Tool VECTO-Trailer, die als Grundlage für die Bemessung der CO2-Flottengrenzwerte für Trailer dient, in einer künftigen Version auch die Isolierwirkung des Aufbaus in die Berechnung einbezieht. Die Optimierung des Aufbaus sei auch ein Vorgriff darauf. Noch ist dies aber nicht der Fall.

Neben einem laut Nordhoff komplett überarbeiteten Kingpin-Modul, das größere Kräfte aufnehmen kann, gibt es optional für den vorderen Bereich eine verstärkte Bodenausführung, die sich beispielsweise für Einsätze wie RoRo- oder Huckepack-Verkehre eignet, bei denen dieser Bereich besonders belastet wird. Die Kabelkanäle im Halsbereich besitzen ein neues Design und Dichtungskonzept, wodurch sich optionale Leitungspakete besser verlegen lassen sollen.

Drei Wandstärken von 30 bis 68 Millimeter zur Auswahl

Wie gehabt bleibt es bei drei Wandstärken mit 30, 50 und 68 Millimeter Stärke für leicht isolierte Fahrzeuge, für Lebensmittel im Frischdienst und Tiefkühlbereich sowie für Blumentransporte. Krone stellt die Produktion ab sofort um. Für eine gewisse Zeit laufen die bisherige und neue Generation parallel vom Band im Kühlerwerk Lübtheen. Zahlreiche Kundenaufträge seien schon umgestellt, berichtet Nordhoff. „Am Marktpreis ändert sich nichts“, verspricht Dr. Frank Albers, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Krone.

Trennwand gewinnt zusätzlich an Bedeutung

Dafür aber perspektivisch bei der Ausstattung. Produktmanager Nordhoff geht davon aus, dass Kunden aus Effizienzgründen auch bei Monotemp-Fahrzeugen immer öfter zu einer Trennwand greifen werden. Diese böte auch bei dieser Konfiguration entscheidende Vorteile. Bei einer Teilentladung müsse nicht mehr das ganze Fahrzeug gekühlt werden, sondern nur der tatsächlich beladene Raum, argumentiert er. Zudem verwies er auf den Nutzen der neuen Prallwand aus Thermoplast-Kunststoff vor dem Kühlaggregat. Dieses müsse bei Arbeiten an der Stirnwand nicht umständlich demontiert werden, sondern lasse sich dank eines Magnetverschlusses einfach lösen und zur Seite schwenken. Zudem sei sie besonders temperaturbeständig und erzeuge auch keinen Abrieb wie das Modell aus Aluminium. Das sei insbesondere beim Transport von hängendem Fleisch ein Vorteil. Zuletzt bietet sie einen Gewichtsvorteil von 25 Kilogramm beziehungsweise 25 Prozent gegenüber der Version aus Aluminium.

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