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ADAC gibt Tipps für die Lkw-Pflege

Die Experten des ADAC TruckService raten Transporteuren und Spediteuren dazu, ihre Lkw nach dem Winter auf Schäden zu prüfen und kleinere Reparaturen gleich durchzuführen zu lassen, damit sie nicht später eine böse Überraschung erleben
© Foto: ADAC

Der ADAC TruckService hat eine Checkliste herausgegeben, wie Fahrzeughalter teure winterbedingte Folgeschäden vermeiden und den Lkw fit für das Frühjahr machen.


Datum:
21.03.2016
Autor:
André Gieße
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Laichingen. Lkw-Halter und -Fahrer sollten zu Beginn des Frühjahrs einige Punkte beachten, um sicher in die warme Jahreszeit zu starten und teure Überraschungen zu vermeiden. Das rät aktuell der ADAC TruckService. Viele würden die Langzeitschäden durch Frost und Nässe unterschätzen, warnt Werner Renz, Geschäftsführer von ADAC TruckService. „Wenn Salz und Rost nach dem Winter ungehindert weiterwüten, kann es richtig teuer werden“. 

Vor allem Gummiteile und die Elektrik leiden unter den extremen Bedingungen der kalten Jahreszeit. Beim Lkw-Frühjahrs-Check sollten deshalb Reifen und Bremsen, Dichtungen, Unterboden, Scheinwerfer, Frontscheibe und Klimaanlage ganz oben auf der Liste stehen. Dazu gehört auch, die Dichtigkeit von Planenaufliegern zu überprüfen, da durch hohe Schneelasten immer wieder Schweißstellen gerissen oder Verschlüsse beschädigt sein können.

Zeit für neue Reifen

Bei den Bremsen rät der ADAC TruckService dazu, eine Sichtprüfung vorzunehmen und gegebenenfalls auf den Bremsenprüfstand zu fahren. Da Reifen im Winter deutlich stärker „mahlen“ und auch der beste Fahrer auf Schnee und Eis mit dem einen oder anderen Bordstein in Kontakt geraten kann, sollten Spur und Radlager geprüft und die Pneus sorgfältig auf Beschädigungen wie zum Beispiel Schnitte oder Druckstellen gecheckt werden. 

Der richtige Zeitpunkt für den Reifenwechsel hängt von der Großwetterlage und der Fahrtroute ab. Als Faustformel gilt laut den Experten aus in Laichingen: Winterreifen ab Temperaturen über 15 Grad auf Sommerreifen zurückbauen, denn bei hohen Temperaturen verschleißt die weichere Gummimischung der Winterreifen schneller. Zudem steigt der Dieselverbrauch.

Salz hinterlässt viele Spuren

Ob im Lack, am Unterboden, in Kanten, Hohlräumen oder Sicken: Salz setzt dem Fahrzeug zu und führt in Kombination mit Kälte, Nässe oder Steinschlag zu zahlreichen kleinen und großen Leckagen, Roststellen oder kaputten Dichtungen. 

Ein sorgfältiges Prüfen der Frontscheibe auf Risse und Steinschläge sollte ebenfalls auf der Checkliste stehen. Frühzeitig erkannt, lassen sich kleinere Beschädigungen oft für wenig Geld reparieren. Wer dagegen den richtigen Zeitpunkt verpasst, muss bis zu 1.000 Euro für eine neue Frontscheibe einkalkulieren mehr. Wischerblätter gegebenenfalls erneuern und Wischwasser nachfüllen, gehört ebenfalls zum Standard. 

Kaputte Dichtungen können kosten

Die Dichtungen an Türen, Stoßdämpfern oder Scheinwerfern leiden bei Frost besonders und können schleichend zu einem kapitalen Schaden führen. Deshalb ist ein gutes Auge gefragt, wenn Gehäuse und Scheinwerferdichtungen geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Sind sie defekt, kann Feuchtigkeit eindringen. Die Folge: Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Ein neuer Scheinwerfer ist rund 900 Euro teuer. Richtig gefährlich wird es, wenn die Feuchtigkeit einen Kurzschluss auslöst und zum Ausfall der Beleuchtung führt. 

Nirgendwo trifft das Prinzip „kleine Ursache, große Wirkung“ mehr zu als bei der Klimaanlage, denn hier gehen defekte Dichtungen besonders ins Geld. Wird sie einige Monate nicht eingeschaltet, hilft oft nur ein neuer Klimakompressor. Kostenpunkt: rund 1.500 Euro. Für frischen Frühlingsduft und den optimalen Pollenschutz für Allergiker sorgt schließlich ein Austausch der Innenraumluftfilter, die je nach Hersteller zwischen 20 und 100 Euro kosten: Wellness für das Fahrerhaus und gut angelegtes Geld für einen gesunden Start in die warme Jahreszeit.

 

 Hier die Checkliste des ADAC TruckService für das Frühjahr:

  1. Bremsanlage: Eine Sichtprüfung oder Kontrolle auf dem Bremsenprüfstand ist nach dem Winter ratsam.
  2. Reifen: Die Reifen auf Luftdruck, Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Ab Temperaturen über 15 Grad sollte auf Sommerreifen umgebaut werden.  
  3. Salz und Rost: Fahrzeug von Salz reinigen und auf Roststellen überprüfen. Lackschäden mit einem Lackstift versiegeln.
  4. Frontscheibe: Sorgfältiges Prüfen der Frontscheibe auf Risse, Steinschläge und andere Beschädigungen. Wischerblätter gegebenenfalls erneuern und Wischwasser nachfüllen. Kleine Einschläge sofort ausbessern lassen.
  5. Konservierung und Dichtungen: Fahrzeugkonservierung, vor allem am Unterboden, an Kanten, Türen und in Hohlräumen prüfen. 
  6. Scheinwerfer: Beleuchtungen auf Wassereintritt prüfen. Dichtungen an Scheinwerfern checken, trocknen, gegebenenfalls erneuern. 
  7. Wellness für das Fahrerhaus: Funktionsfähigkeit der Klimaanlage prüfen und Innenraumfilter tauschen.
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