Felsrutsch Mittelrheintal

Am 15. März waren bei Kestert tonnenschwere Schieferplatten von einem Steilhang auf die Schienen gekracht

©Thomas Frey/picture-alliance

Nach Felsrutsch: Bahn will Rheinstrecke eingleisig öffnen

Die rechtsrheinische Trasse nahe dem Loreley-Felsen soll am 2. Mai zunächst eingleisig wieder in Betrieb gehen. Die angrenzende Bundestraße soll schon vorher wieder öffnen.

Kestert. Eineinhalb Monate nach dem Felsrutsch auf Europas meistbefahrener Güterzugstrecke will die Bahn ihre rechtsrheinische Trasse nahe dem Loreley-Felsen am 2. Mai 2021 zunächst eingleisig wieder in Betrieb nehmen. Künftig sollen bei Kestert im Welterbe Oberes Mittelrheintal in Rheinland-Pfalz ein sechs Meter hoher und mindestens 100 Meter langer Schutzwall sowie riesige Hangnetze für zusätzliche Sicherheit sorgen, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. „So schnell wie möglich“ solle auch das zweite Gleis wieder befahren werden - einen genauen Termin dafür nannte die Bahn vorerst nicht. Die ebenfalls gesperrte parallele rechtsrheinische Bundesstraße 42 soll bereits von diesem Montag (19. April) an tagsüber wieder einspurig befahrbar sein. 

Am 15. März waren bei Kestert tonnenschwere Schieferplatten von einem Steilhang auf die Schienen gekracht. Verletzte gab es nicht. Die rechtsrheinischen Gleise zwischen Wiesbaden und Koblenz sind laut der Deutschen Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Seit dem Hangrutsch sind sie bei Kestert gesperrt. Die meisten Güterzüge werden linksrheinisch umgeleitet, für rechtsrheinische Bahnreisende gibt es Ersatzbusse.  (dpa)

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