Das im Bau befindliche Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr (KV) am Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg stößt auf großes Interesse aus Wirtschaft und Logistik. Bei einer Informationsveranstaltung am 5. Mai 2026 nutzten rund 60 Teilnehmende die Gelegenheit, den Baufortschritt vor Ort zu besichtigen und sich über die künftige Rolle des Terminals im intermodalen Verkehr zu informieren.
Mit dem neuen Terminal will die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO den Standort Augsburg gezielt stärken und zusätzliche Verkehre von der Straße auf die Schiene verlagern. Perspektivisch sollen hier jährlich rund 62.000 Ladeeinheiten umgeschlagen werden, mit einer Ausbaureserve auf mehr als 100.000 Einheiten.
GVZ Augsburg als Knotenpunkt im Kombinierten Verkehr
Das GVZ Region Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten Logistikstandorte in Süddeutschland entwickelt. Die verkehrsgünstige Lage an der A8, den Bundesstraßen B2 und B17 sowie die direkte Schienenanbindung bieten ideale Voraussetzungen für den Kombinierten Verkehr.
Mit dem neuen KV‑Terminal wird diese Rolle weiter ausgebaut. Es soll langfristig den bisherigen Umschlagstandort in Augsburg‑Oberhausen ersetzen und dringend benötigte zusätzliche Kapazitäten für die wachsende Wirtschaftsregion schaffen.
Direkte Anbindung an Straße und Schiene
Ein zentrales Merkmal des neuen Terminals ist die verbesserte infrastrukturelle Anbindung. Über ein neues Zuführgleis wird der Standort direkt an den Rangierbahnhof Augsburg angebunden. Auf der Straße besteht eine unmittelbare Verbindung zur B17 und zur A8.
Damit entsteht ein leistungsfähiger Schnittpunkt zwischen Straße und Schiene, der kurze Wege und effiziente Abläufe ermöglicht. Nach aktuellem Stand ist die Inbetriebnahme des Terminalbetriebs für Mitte 2027 vorgesehen.