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Logistikstandort Nordrhein-Westfalen bietet hohes Innovationspotenzial

Der Logistikstandort NRW verfügt nur über ein Drittel des tatsächlichen Flächenbedarfs
© Foto: iStock/ RonFullHD

Das belegt eine gemeinsame Studie von JLL und Garbe Industrial Real Estate zum Logistikstandort NRW. Um die weiterhin enorme Flächennachfrage langfristig zu decken, müssen deshalb Bestandsimmobilien revitalisiert und Industriebrachen für Brownfield-Entwicklungen genutzt werden.


Datum:
15.12.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
2 min
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In Nordrhein-Westfalen (NRW) decken existierende Flächenbestände der Logistikimmobilien nur rund ein Drittel (34 Prozent) des tatsächlichen Bedarfs. Seit 2012 wurden zusammengerechnet Anfragen für Flächen über 9,3 Millionen Quadratmeter von den Kommunen negativ beantwortet. Das belegt die gemeinsame Studie von JLL und GARBE Industrial Real Estate zum Logistikstandort NRW.

Um die weiterhin enorme Flächennachfrage in allen Lagen langfristig zu decken, müssen deshalb Bestandsimmobilien revitalisiert werden. Denn: 96 Prozent der rund 193 Millionen Quadratmeter Logistikflächen liegen im Bestand. Außerdem bietet das Land mit seinen zahlreichen Industriebrachen ein hohes Potenzial für Brownfield-Entwicklungen.


"Logistikimmobilien bleiben weiter stark nachfragt und daher werden Flächen in allen Lagen benötigt, besonders um Metropolregionen wie Düsseldorf oder Köln, aber auch bei den Städten des Ruhrgebiets."

Tobias Kassner, Head of Research von GARBE Industrial Real Estate und Mitautor der Studie


Logistikbranche unterschätzt

Dass in den vergangenen Jahren so viele Anfragen negativ beantwortet wurden, müsse jetzt mit einer zeitgemäßen Flächenpolitik korrigiert werden. Dazu gehörten zum Beispiel das
Aufpolieren des Images von Logistikbauten, indem man transparenter kommuniziert. Und Kassner ergänzt: „Vielen Menschen ist nicht in Gänze bewusst, welche enorme Wertschöpfung die Logistikindustrie bietet und wie viele Arbeitsplätze dieser wachsende Wirtschaftszweig generiert. Außerdem sind die Logistikimmobilien mittlerweile mehr als reine Distributionszentren: Sie entwickeln sich zunehmend zu Energieproduzenten und -speichern. Damit können sie in einem dezentralen Energie- und Infrastrukturnetz wesentlicher Bestandteil zur Lösung der Energiewende sein.“

Industriebrachen reaktivieren

Die hohe Flächennachfrage könnte in NRW außerdem in Teilen mit Projektentwicklungen auf Brownfields gelöst werden. Als ehemals industriell geprägte Region verfügt das Bundesland über zahlreiche Industriebrachen, die aufgrund des Strukturwandels neu genutzt werden könnten. Gleichzeitig sind auch zwölf der 40 größten Handelsunternehmen Deutschlands in Nordrhein-Westfalen angesiedelt, darunter Rewe, Aldi und Metro. Außerdem ist die Dichte an Konsumentinnen und Konsumenten in keiner anderen Region Deutschlands so hoch
wie im Ruhrgebiet. Das alles wird durch ein dichtes Netz an Binnentransportwegen unterstützt.

Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany und Mitautor der Studie, führt dazu weiter aus: „Die Analyse zeigt, dass eine Kombination aus kompletten Neubauten, Bestands- und Brownfield-Entwicklungen das Flächenproblem für Logistik- und Produktionsflächen nachhaltig lösen könnte, bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch durch den Einsatz moderner Technologien. Dazu müssen Verwaltungen überzeugt werden und gleichzeitig von deren Seite neue Ansätze bei der Planung eingeführt werden.“

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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