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Kion will eigene Brennstoffzellensysteme entwickeln

Kion will den Kunden künftig alles aus einer Hand anbieten: Fahrzeug, Brennstoffzelle und Service (Symbolbild)
© Foto: Kion Group AG

Die Kion Group hat sich zum Ziel gesetzt, der einzige Flurförderzeughersteller auf dem europäischen Markt mit einer eigenen Brennstoffzellen-Fertigung zu werden.


Datum:
11.01.2023
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Kion, der Konzern hinter den Staplerherstellern Still und Linde Material Handling, will künftig eigene Brennstoffzellensysteme für seine Flurförderzeuge entwickeln und produzieren. Dafür plane man „mehr als elf Millionen Euro zu investieren“, teilte der Konzern am Mittwoch, 11. Januar, mit. Im Frühjahr dieses Jahres will die Kion Group ein eigenes 24-Volt-Brennstoffzellensystem für Lagertechnikgeräte auf den Markt bringen. Die Vervollständigung des Brennstoffzellenportfolios soll in den kommenden Jahren folgen.

Damit wolle man den Kunden künftig alles aus einer Hand anbieten: Das Fahrzeug, die Brennstoffzelle und den dazugehörigen Service, so das Unternehmen. „Die Kion Group wird, Stand heute, der einzige Flurförderzeughersteller auf dem europäischen Markt mit einer eigenen Brennstoffzellen-Fertigung sein – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, sagte Rob Smith, Vorstandsvorsitzender der Kion Group. Die Nachfrage bezeichnete er als „groß“.

Kion sieht viele Vorteile in der Brennstoffzellentechnologie

Die Brennstoffzellentechnologie ist prädestiniert für den Einsatz in geschlossenen Lagerhallen, so Kion, das auf die lokale Emissionsfreiheit dieser Technik verweist. Kommt der Wasserstoff zudem aus regenerativen Quellen, ist der Einsatz zudem klimaneutral. Bei den Stopps an der Wasserstofftankstelle offenbare sich eine weitere Stärke des Energiesystems: Ein kompletter Tankvorgang nimmt gerade einmal ein bis drei Minuten in Anspruch. Damit werden Einsatzunterbrechungen minimiert und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge gesteigert – große Vorteile im Mehrschichtbetrieb und bei großen Flotten. Dass keine giftigen Säuren oder andere Schadstoffe enthalten sind, ist laut Kion ein weiteres Plus – nicht nur beim Thema Recycling, sondern auch in der täglichen Praxis.

Parallel zur Entwicklung und Produktion der Brennstoffzellensysteme errichtet der Konzern auch eine eigene Wasserstofferzeugung am Standort Aschaffenburg. Die Arbeiten für eine staatlich geförderte Wasserstofftankstelle inklusive Elektrolyseur seien hier „bereits so gut wie abgeschlossen“, teilte Kion mit. Nach Fertigstellung der Wasserstoffinfrastruktur sollen dort 21 Stapler mit Brennstoffzellenhybrid-System eingesetzt werden und einen Großteil der Stapler mit Verbrennungsmotor ersetzen, die derzeit dort im Einsatz sind. (tb)

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