Nach zuletzt deutlichen Gewinnen sind die Ölpreise am Donnerstag gesunken, nachdem die Opec+-Länder während der Coronakrise die Produktion gedrosselt und so den Druck auf die Preise erhöht hatten

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Kraftstoffkosten: Ölpreise geben nach

Die in der Opec+ zusammengefassten Staaten des Ölkartells Opec und anderer Förderländer wollen eine zuvor beschlossene Drosselung der Fördermenge teils zurücknehmen.

Singapur. Nach zuletzt deutlichen Gewinnen sind die Ölpreise am Donnerstag gesunken. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Preise unter anderem durch die Ankündigung des Verbunds Opec+ belastet, die Tagesförderung von August an um etwa zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) anzuheben. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 43,47 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 42 Cent auf 40,78 Dollar.

Drosselung infolge der Coronakrise

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die in der Opec+ zusammengefassten Staaten des Ölkartells Opec und anderer Förderländer, darunter Russland, eine zuvor beschlossene Drosselung der Fördermenge ein Stück weit zurücknehmen. In der Corona-Krise hatten die Staaten der Opec+ ihre Produktion stärker heruntergefahren, weil die Ölnachfrage erheblich zurückgegangen war.

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Keine positiven Impulse aus China

Eine unerwartet kräftige konjunkturelle Erholung in China konnte den Ölpreisen am Morgen keinen Auftrieb verleihen. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 3,2 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings verwiesen Marktbeobachter auf Meldungen, wonach Chinas Ölkäufe auf dem Weltmarkt zuletzt in Stocken geraten seien. Nachdem die Ölimporte im Juni noch stark waren, habe sich das Kaufinteresse in den vergangenen Wochen spürbar abgeschwächt. (dpa)

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