Svenja Schulze, SPD

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht zahlreiche Versäumnisse in der Umweltpolitik der vergangenen Jahrzehnte

©Bernd von Jutrczenka/dpa/picture-alliance

Klimaschutzbericht: Deutschland verpasst Ziel

Eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 war angestrebt – doch dieses Ziel wird Deutschland wohl verfehlen.

Berlin. Deutschlands Rückstand beim Klimaschutz ist offiziell: Das Kabinett hat am Mittwoch den Klimaschutzbericht 2017 beschlossen, der sich mit Wunsch und Wirklichkeit beim CO2-Sparen beschäftigt. Den jüngsten Berechnungen zufolge wird die Bundesrepublik das selbst gesetzte Ziel um voraussichtlich acht Prozentpunkte verpassen. Ziel war es, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Derzeit scheinen nur 32 Prozent Ersparnis möglich.

„Gründe hierfür sind unter anderem die in den vergangenen Jahren unerwartet dynamische Konjunkturentwicklung sowie das unerwartet deutliche Bevölkerungswachstum“, heißt es im Bericht. Bis 2017 waren den Zahlen des Umweltbundesamts zufolge 28 Prozent geschafft. Während etwa in der Energiewirtschaft der CO2-Ausstoß deutlich zurückgeht, tut sich im Bereich Verkehr bisher wenig.

„In der Klimapolitik hat es in den vergangenen Jahrzehnten Versäumnisse gegeben, die man nicht in kurzer Zeit wiedergutmachen kann“, teilte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit. „Wir müssen dringend wieder auf Kurs kommen und unser 40-Prozent-Etappenziel so schnell wie möglich erreichen.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CO2 UND LUFTSCHADSTOFFE IN TRANSPORT & LOGISTIK.

1000px 588px

CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Grüne Logistik & Umweltschutz

WEITERLESEN: