Lkw-Blockabfertigung

Die Verbände Conftrasporto und Confcommercio appellieren, die Lkw-Blockabfertigung in Tirol auszusetzen (Symbolfoto)

©Roland Mühlanger/picturedesk.com/dpa/picture-alliance

Italien: Verbände fordern ein Aussetzen der Lkw-Blockabfertigung in Tirol

Italienische Verbände fordern, die Lkw-Blockabfertigung in Tirol auszusetzen und rechnen vor, welche Schäden der Transportwirtschaft dadurch entstehen.

Bozen. Erneut ist das Einschreiten von Verkehrsministerin Paola De Micheli gefragt – dieses Mal vor der Europäischen Union: Die Verbände Conftrasporto und Confcommercio appellieren, die Lkw-Blockabfertigung in Tirol auszusetzen und für freien Verkehr auf der Brennerlinie zu sorgen. Insbesondere aufgrund der zunehmenden Schlechtwetterlage am Brenner, aber auch aufgrund der Schließung des Mont-Blanc-Tunnels für den Lkw-Verkehr und Wartungsarbeiten am Frejus-Tunnel, sei die Belastung für Transporteure derzeit enorm, argumetieren die Verbände.

Wegen der Lkw-Blockabfertigung, so erinnert Paolo Uggè als Vizepräsident von Confcommercio und Conftrasporto, erleide der italienische Warensektor für jede verloren gegangene Stunde einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von 170 Millionen Euro. Hinzu kämen weitere 200 Millionen Euro, die der verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit des produktiven Systems geschuldet seien. Gerade aber jetzt, in einer Jahreszeit, in der der Verkehr erfahrungsgemäß zunähme, werde durch die Situation am Brenner weiterer Schaden verursacht.

Derzeit sei der Nordwesten Italiens zwischen Ligurien und dem Piemont – auch aufgrund vorübergehender Sperrungen der A 26 und der A 6 – nahezu blockiert. Die Verbände fordern daher vehement, wenigstens die Brennerlinie komplett offen zu lassen. (nja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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