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Transportwirtschaft fordert mehr EU-Unterstützung für emissionsfreien Lkw-Verkehr

Unternehmen und Verbände aus der Transportwirtschaft haben sich in einem offenen Brief an die EU-Kommission gewandt (Symbolfoto)
© Foto: Daniel Kalker/dpa/picture-alliance

Nachdem EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen einen "Green Deal" angekündigt hat, fordert die Transportwirtschaft, dass darin konkrete Maßnahmen für den Lkw-Verkehr Platz finden müssen.

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Brüssel. Ein Bündnis aus mehr als 30 europäischen Großhandelsunternehmen, Transportverbänden, Umweltorganisationen sowie Städten- und Regionen haben die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem offenen Brief dazu aufgerufen, die europäischen Anstrengungen für einen emissionsfreien Straßengüterverkehr zu intensivieren. In dem als „Green Deal“ von der Kommission angekündigten Maßnahmenpaket für mehr Umwelt- und Klimaschutz müssten auch konkrete Maßnahmen für den Lkw-Verkehr Platz finden. Von der Leyen hatte angekündigt, den „Green Deal“ in den ersten hundert Tagen ihrer am Sonntag beginnenden Amtszeit vorlegen zu wollen.

Die Unterzeichner des Briefs fordern vor allem konkrete Maßnahmen, um die Stadtlogistik bis 2030 komplett emissionsfrei zu gestalten. Lkw- und Van-Hersteller müssten dazu verpflichtet werden, zunächst bis 2025 und dann bis 2030 bestimmte, noch festzulegende Mengen emissionsfreier Vans sowie mittelschwerer Lkw für den Stadt- und Regionalverkehr zu verkaufen. Außerdem sollte die EU-Kommission einen gesonderten Fonds einrichten, mit dessen Geldern der Bau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw und E-Vans gezielt gefördert werde.

Bisher fast keine EU-Unterstützung für Verbreitung von emissionsfreien E-Lkw

Diese Maßnahmen seien notwendig, weil eine EU-Unterstützung für die stärkere Verbreitung von emissionsfreien E-Lkw bislang „fast nicht existiert“, wie es in dem Brief heißt. Das zwinge die Unternehmen dazu, eigene Lkw zu bauen oder auf eigene Faust Pilot-Projekte zu starten. Die Unterzeichner sehen in dem „Green Deal“ eine Chance für die EU, den E-Gütertransport zumindest in Städten deutlich stärker zu fördern.

Die Unterzeichner des Briefes sind unter anderen die niederländischen und belgischen Unternehmensverbände für Straßengüterverkehr TLN und Febetra, die Lebensmittel- und Konsumgütergroßunternehmen Nestlé, Unilever, Metro, Rewe-Group und ABInBev, die Transport- und Logistikunternehmen Geodis (Frankreich), Meyer & Meyer (Deutschland), Gebrüder Weiss (Österreich), Vos Logistics, De Rooy Logistics und van der Wal (alle Niederlande), die österreichische Post, der europäische Umweltverband Transport&Environment und der europäische Verband für Städte- und Regionen Polis. (kw)

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