Güterbahnhof Hagen, Rangierbahn, Güterzüge

Noch befinden sich die Planungen für ein 740-Meter-Netz für Güterzüge in einer frühen Phase (Symbolfoto)

©/Hans Blossey/euroluftbild.de/dpa/picture-alliance

Güterzüge: Maßnahmen für das 740-Meter-Netz

Der Großteil der Maßnahmen für ein 740-Meter-Netz für längere Güterzüge befindet sich laut der Bundesregierung noch in einer frühen Planungsphase.

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Berlin. Der überwiegende Teil der Einzelmaßnahmen des 740-Meter-Netzes für längere Güterzüge befindet sich nach Angaben der Deutschen Bahn derzeit in der „frühen Planungsphase der Grundlagenermittlung und Vorplanung“. In dieser Planungsphase sei die Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt bezüglich der Art des Verfahrens zur Baurechtserlangung noch nicht erfolgt. Dies geht aus einer „ergänzenden Antwort“ der Bundesregierung auf eine Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Die Grünen hatten darin nach dem „Zwischenstand bei der Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr“ gefragt.

Nach weiteren Angaben der Deutschen Bahn wurden zudem im Kontext der Sonderprogramme Seehafenhinterlandverkehr (SHHV I, SHHV II.2 und dem Planungsvorrat SHHV) vor Aufnahme des Pakets 740-Meter-Netz in den Bedarfsplan diverse Maßnahmen zum Bau von 740 Meter langen Überholgleisen realisiert bzw. planerisch gestartet. Die 740-Meter-Maßnahmen des Sofortprogramms Seehafenhinterlandverkehr (SHHV I) wurden bis 2013 in Betrieb genommen und hatten ein Investitionsumfang von rund 130 Millionen Euro. Das Zukunftsinvestitionsprogramm ZIP beinhaltet neben dem SHHV II (2. Tranche) auch einen Planungsvorrat SHHV, bei dem 740-Meter-Netz-Maßnahmen 2017 planerisch gestartet wurden.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Zuge der güterverkehrsspezifischen Weiterentwicklung der Projekte „Einfachbahn“für das Jahr 2019 folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Erstellung eines Feedback-Prozesses für die integrierte Bündelung
  • Ausbau der Kundenplattform „DB Netz Cockpit“ als Arbeitsplattform für alle Belange der Interaktion zwischen EVU und DB Netz
  • Einführung des Tools BAPSI zur Information und Koordinierung von Baumaßnahmen in Serviceeinrichtungen
  • Ausweiten des Prozesses zur Erfassung und Abarbeitung von Mängeln in Anlagen auf stark kundenrelevanten Anlagentypen. Diese sollen mit deutlich verkürzten Fristen instandgesetzt werden
  • Erweiterung des Routensuchtools Trassenfinder um eine Preisprognose, einen Routenvergleicher und eine Routendiagnose
  • Verbessertes Kunden-Frontend für den Anlagendisponenten

(tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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