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Die EU-Kommission spricht sich dafür aus, Transportpersonal von Corona-Tests und Quarantäne auszunehmen

©Daniel Kalker/dpa/picture-alliance

EU-Kommission empfiehlt keine Quarantäne für Transportmitarbeiter

Die Mitgliedsstaaten sollten versuchen, Unterbrechungen der Lieferketten zu vermeiden. Eine Schließung der Grenzen würde nicht helfen, jedoch gemeinsame Maßnahmen dagegen.

Brüssel. Vor dem Hintergrund der Verbreitung neuer Corona-Varianten hat die EU-Kommission am Montag ihre Forderung für Transportmitarbeiter erneuert. Beschäftigte im Transportwesen, deren Kontakt mit der Allgemeinbevölkerung auf Reisen typischerweise begrenzt sei, sollten sich demnach keiner Quarantäne unterziehen müssen und grundsätzlich von reisebezogenen Tests befreit werden. Falls Transportmitarbeiter getestet werden, empfiehlt die Kommission höchstens Antigen-Schnelltests bei der Ankunft. Auch sollten die Mitgliedsstaaten versuchen, Unterbrechungen der Lieferketten zu vermeiden.

EU-Justizkommissar Didier Reynders erklärte dazu: „Die im Oktober getroffene Einigung über ein koordiniertes EU-Konzept für Reisebeschränkungen war ein großer Schritt nach vorn bei unseren Bemühungen, die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen und dabei zu gewährleisten, dass wichtige Reisen möglich bleiben und der Binnenmarkt weiterhin funktioniert. Auch in Zukunft werden wir unsere Bemühungen an der gemeinsamen Karte und einem gemeinsamen Ansatz ausrichten, damit Beschränkungen verhältnismäßig und nichtdiskriminierend bleiben. Was wir jetzt angesichts der neuen Varianten brauchen, ist noch mehr Koordinierung und eine gemeinsame europäische Anstrengung, nicht unbedingt notwendige Reisen zu vermeiden. Eine Schließung der Grenzen würde nicht helfen, gemeinsame Maßnahmen dagegen sehr wohl.“

„Dunkelrot“ für Risiko-Gebiete und höhere Testkapazitäten

Zusätzlich zu den bestehenden Farben Grün, Orange, Rot und Grau schlägt die Kommission vor, „Dunkelrot“ hinzuzufügen. Damit sollen Gebiete gekennzeichnet werden, in denen das Virus in sehr hohem Maße zirkuliert. Dies betreffe Gebiete, in denen die 14-Tage-Melderate bei mehr als 500 pro 100.000 Menschen liegt.

Da die Testkapazitäten gestiegen seien, könnten die Mitgliedstaaten laut Kommission Tests vor der Ausreise verstärkt auch für Gebiete durchführen, die derzeit als „orange“, „rot“ oder „grau“ kartiert sind. Personen, die in ihren Wohnsitzmitgliedstaat zurückkehren, sollten stattdessen die Möglichkeit haben, sich nach ihrer Ankunft einem Test zu unterziehen. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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