Magazino Roboter Greifer

Magazino-Roboter im Lager: Wo die Digitalisierung physische Arbeiten ersetzt und Prozesse immer weiter optimiert, fallen unter Umständen auch Arbeitsplätze weg, fürchtet jede vierte Logistikfachkraft laut einer neuen Umfrage

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Digitalisierung: Jede vierte Logistikfachkraft bangt um ihren Job

Laut einer neuen Studie von Meinestadt.de und Respondi fühlt sich auch nur jeder dritte Befragte gut oder sehr gut von seinem Arbeitgeber bei den Veränderungen unterstützt.

Köln. Jede vierte Logistikfachkraft sorgt sich, der eigene Arbeitsplatz könne aufgrund der Digitalisierung in Gefahr sein. 35 Prozent sehen Arbeitsplätze durch die Digitalisierung sogar akut bedroht. Das zeigt eine neue Studie von Meinestadt.de. Das Marktforschungsinstitut Respondi befragte dazu 2020 Fachkräfte mit Berufsausbildung im Alter von 18 bis 64 Jahren, darunter 228 aus dem Bereich Logistik und Verkehr.

Veränderungen bereits spürbar

46,1 Prozent geben an, dass sich ihr Arbeitsplatz durch die Digitalisierung bereits stark oder sehr stark verändert hat. Bei etwas weniger als einem Drittel hat die Digitalisierung bereits Teile der Arbeit ersetzt. Knapp die Hälfte fürchtet, dass dies künftig der Fall sein könnte. Zudem schätzen Fachkräfte in der Logistik ihre persönlichen Kompetenzen, bei den immer digitaler werdenden Prozessen mithalten zu können, überwiegend als eher gering ein: 57,9 Prozent der Befragten ordnen sich auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 5 (sehr hoch) bei den Werten 1 bis 3 ein. Auf die Frage, wie gut sich Logistikfachkräfte von ihrem Arbeitgeber bei den Veränderungen unterstützt fühlen, antwortet nur knapp ein Drittel mit gut oder sehr gut. Das ist nicht verwunderlich, denn in 62,3 Prozent der Betriebe gibt es keine Weiterbildungsmaßnahmen zu Digitalkompetenzen oder sie sind den Fachkräften unbekannt. Nur etwa jede fünfte Logistikfachkraft hat schon einmal an einer Weiterbildungsmaßnahme zur Digitalisierung teilgenommen.

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Mangelnde Unterstützung durch den Arbeitgeber

Nur vier Prozent der Fachkräfte in der Logistik schreiben ihrem Betrieb eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung zu. 47,8 Prozent sind der Auffassung, ihr Betrieb tue „genug“, um auf dem neuesten Stand der Technik zu sein und 31,4 Prozent sehen in ihrem Unternehmen einen „Nachholbedarf bei der Digitalisierung“. Als Grund für den Nachholbedarf gibt die Mehrheit von 56,8 Prozent der Logistik-Fachkräfte das mangelnde Engagement der Unternehmensleitung an. Weitere Gründe sind Personalmangel, begrenzte finanzielle Möglichkeiten sowie Veränderungsresistenz in der Belegschaft und mangelndes Know-how im Betrieb. „Betriebe müssen ihre Fachkräfte mitnehmen und fördern – das nimmt ihnen auch die Sorge vor den Veränderungen. Auch für das Anwerben neuer Fachkräfte spielt die Weiterbildung eine entscheidende Rolle”, kommentiert Wolfgang Weber, Geschäftsführer von Meinestadt.de, die Studienergebnisse.

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