Gleise, Schienen

Deutschland steckte 2020 knapp 80 Prozent mehr Geld in die Schienensanierung und Neubau als noch vor sechs Jahren

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Deutschland steckt so viel Geld in Schienenwege wie nie

Ein Vergleich des Verbandes Allianz pro Schiene zeigt: 2020 flossen Rekordsummen in das deutsche Schienennetz, knapp 80 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

Berlin. Für mehr Bahnverkehr hat Deutschland seine Investitionen in die Schiene auf Rekordniveau gesteigert. Je Einwohner flossen 2020 rund 88 Euro in das Netz, 16 Prozent mehr als im Vorjahr, wie ein Vergleich für des Verbandes Allianz pro Schiene ergab. Das waren knapp 80 Prozent mehr als beim letzten Tiefstand 2014. Der Verein kritisierte jedoch, dass der Bund weiterhin mehr Geld in Straßen stecke.

Für mehr Klimaschutz müssten sich die Gewichte stärker verschieben, forderte der Vorsitzende Dirk Flege. Zudem seien die Baukosten deutlich gestiegen.

Die Bahn in Deutschland kämpft seit Jahren gegen einen milliardenschweren Sanierungsstau. Viele Brücken und Stellwerke sind in die Jahre gekommen, Verspätungen und Zugausfälle können die Folge sein.

Deutschlands Einsatz im Vergleich

Im europäischen Vergleich steckt der Bund pro Kopf mehr Geld in die Schiene als etwa Spanien und Frankreich, die nach der Untersuchung des Instituts SCI Verkehr 40 Euro beziehungsweise 49 Euro je Einwohner investieren.

Italien, Großbritannien und die Niederlande wenden jeweils etwa 50 Prozent mehr auf als Deutschland. Dünn besiedelte skandinavische Länder und die Alpenrepubliken mit vielen Brücken und Tunnels liegen noch deutlich darüber. (ste/dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Verkehrspolitik Deutschland, Verband Allianz pro Schiene


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