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Ausbildungsmarkt entspannt sich nur leicht

Das Interesse junger Leute an einer dualen Ausbildung lässt weiter nach
© Foto: DOC RABE Media/Fotolia

Nach den erheblichen Einbußen im vergangenen Jahr wurden 2021 zwar wieder etwas mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen – das Vorkrisenniveau von 2019 wurde aber bei Weitem nicht erreicht.


Datum:
15.12.2021
Autor:
Mareike Haus
Lesezeit: 
3 min
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Bonn. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat aktuelle Zahlen zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2021 vorgelegt. Demnach wurden mit insgesamt 473.100 neu abgeschlossenen dualen Ausbildungsverträgen zwar 1,2 Prozent mehr abgeschlossen als im ersten Corona-Jahr 2020. Das Niveau von vor der Pandemie wurde aber bei Weitem nicht erreicht: 2019 wurden 525.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Angaben basieren auf der BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum Stichtag 30. September sowie auf der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

Eine ähnliche Entwicklung gab es bei dem Angebot an Ausbildungsstellen. Dies lag 2021 bei 536.200. Das sind 8.800 (1,7 Prozent) mehr als 2020, aber noch immer mehr als 40.000 weniger als 2019 vor der Corona-Pandemie (578.200).

Ausbildungs­platznachfrage auf neuem Tiefstand

Sorgen macht die allgemeine Ausbildungs­platznachfrage: Die Zahl der jungen Menschen, die eine duale Berufsausbildung nachfragten, ging im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 0,9 Prozent auf 540.900 zurück. Die Ausbildungs­platznachfrage erreichte damit einen neuen Tiefstand seit 1992, als erstmals Daten für das wiedervereinigte Deutschland vorlagen. Gleichzeitig stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen weiter an und erreicht ein neues Rekordniveau. 63.200 Ausbildungsstellen blieben 2021 unbesetzt. Das entspricht einem Anstieg um 5,4 Prozent im Vergleich zu 2020. Schon in den Jahren zuvor war die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen stetig gestiegen.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser sieht darin einen eindeutigen Beleg dafür, dass das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der dualen Berufsausbildung weiter nachlasse „Und da, wo heute die Auszubildenden fehlen, fehlen morgen die Fachkräfte. Deshalb wird die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu einer der größten Herausforderun­gen dieses Jahrzehnts“, so Esser.

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