Abbiegeassistent

Die Kamera-Monitor-Systeme sollen ein optisches oder akustisches Warnsignal geben

©Hans Klaus Techt/APA/picturedesk.com/picture-alliance

Berliner Senat beschließt Förderprogramm für Abbiegeassistenten

Das Land will Unternehmen, die Lkw mit den Kamera-Monitor-Systemen nachrüsten, eine Finanzspritze geben. Pro Fahrzeug sollen 1500 Euro fließen.

Berlin. Berliner Unternehmen, die ihre Lkw mit elektronischen Abbiegeassistenten zur Vermeidung von Unfällen ausrüsten, könne dafür Fördergeld vom Land bekommen. Der Senat beschließt dazu am Dienstag ein entsprechendes Programm, wie die Wirtschaftsverwaltung am Montag ankündigte.

Demnach fließen pro Lkw bis zu 1500 Euro, wenn dieser mit einem Kamera-Monitor-System inklusive eines optischen oder akustischen Warnsignals nachgerüstet wird. Das Programm läuft bis Ende 2021. In beiden Jahren stehen dafür jeweils zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Mit den Systemen sollen Abbiegeunfälle mit Fahrradfahrern und Fußgängern vermieden werden „Abbiegeassistenten sind eine wirksame Maßnahme, um solchen Unfällen vorzubeugen und damit insbesondere Radfahrende und zu Fuß Gehende besser zu schützen“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Lkw-Betreiber scheuten derzeit aber oft noch die Kosten für den Einbau solcher Systeme. „Unser Förderprogramm schafft hier einen starken finanziellen Anreiz, die Nachrüstung der Fahrzeuge vorzunehmen und die Durchdringung des Fahrzeugbestands mit Abbiegeassistenzsystemen zu beschleunigen.“

Auf EU-Ebene werden Abbiegeassistenzsysteme erst ab Mitte 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Mitte 2024 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge verpflichtend. (dpa/ks)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BERLIN-BRANDENBURG.

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Logistikregion Berlin-Brandenburg, Verkehrssicherheit


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