Die Idee, dass die Post montags keine Briefe mehr zustellen muss, stößt auf Kritik (Symbolfoto)

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Weiter Kritik an der Idee zum Wegfall der Montags-Briefzustellung

Der Vorschlag, dass die Post montags keine Briefe mehr zustellen muss, hat der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger kritisiert.

Berlin. Verleger haben die Idee, die Briefzustellung an Montagen in Deutschland wegfallen zu lassen, erneut kritisiert. „Unverändert müssen Zeitschriften und Zeitungen die Möglichkeit haben, an jedem Werktag der Woche ihre Leser zu erreichen“, teilte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) auf dpa-Anfrage mit.

In dieser Woche hatte eine Kommission mit beratender Funktion empfohlen, dass die Deutsche Post DHL montags keine Briefe mehr zustellen müssen sollte. Begründet wurde dies mit der Handhabung in anderen EU-Staaten, wo es eine Fünf-Tage-Zustellpflicht pro Woche gibt. In Deutschland sind es sechs Tage. Die Empfehlungen könnten in einer geplanten Reform des Postgesetzes aufgegriffen werden. Der Briefmarkt schrumpft schon länger.

Der VDZ verwies hingegen darauf, dass die Freiheit der Wahl des Erstverkaufstages und damit auch Zustellung an den Leser ein Ausdruck von publizistischer Freiheit sei. Auch der Zeitungsverlegerverband BDZV hatte sich in der Vergangenheit kritisch zu einem Wegfall der Montags-Zustellung geäußert. Die Zeitschriftenverleger wären stärker betroffen. Zeitungen werden nämlich anders als die Magazine in der Mehrheit von eigenen Zustellorganisationen ausgeliefert. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special POST- & BRIEFMARKT.

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Post- & Briefmarkt, Markt für Transport, Spedition und Logistik, Deutsche Post DHL


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