Gewinner Digitalisierung

Sie haben die Preise entgegengenommen: Martin Sträb (2.v.l.), Ron de Vries (2.v.r.), Peter Hornig (r.)

©Jan Scheutzow/VerkehrsRundschau

VR-Awards: Tiramizoo, Hiab und Scania gewinnen Digitalisierungspreise

Für wegweisende Digitalisierungkonzepte wurden der Last-Mile-Experte, der Kranhersteller und der Nutzfahrzeugbauer auf der VerkehrsRundschau-Gala ausgezeichnet.

München. Tiramizoo, Hiab und Scania haben die VR-Awards in der Kategorie Digitalisierung abgeräumt. Sie konnten die Fachjury bestehend aus Martin Vetter, Head of Innovation, Division Mobility, TÜV SÜD Auto Service und Professor Wolfgang Kersten, Institutsleiter Institut für Logistik und Unternehmensführung Technische Universität Hamburg und den VerkehrsRundschau-Redaktionsmitgliedern Mareike Haus, John Aukenthaler und Philomena Bernrieder von ihren Digitalisierungs-Konzepten überzeugen.  Die Preise, die die Fachzeitschrift zum zweiten Mal vergibt, wurden am Donnerstag auf  der VerkehrsRundschau-Gala im Hotel „Bayerischer Hof“ in München verliehen.

Tiramizoo heißt der Gewinner in der Kategorie Digitalisierung/Dienstleister. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit seiner Transformation vom Kurierunternehmen zum international tätigen Last-Mile-Optimierer. Im Vergleich zur Planung von Überlandverkehren ist die Herausforderung für die innerstädtische Routenoptimierung um einiges größer: Schließlich generieren dichte Straßennetze in Verbindung mit einer großen Stoppdichte in Städten wesentlich mehr Variationen – wer hier die beste Route finden will, braucht besonders schlaue Algorithmen.

Dieser Herausforderung stellt sich Tiramizoo – und hat sich mit seinem Lösungsportfolio für die Last-Mile-Logistik an die Spitze des Bewerberfelds des VR-Awards in der Kategorie Digitalisierung (Dienstleister) gesetzt. Als IT-Dienstleister bietet Tiramizoo sein Konzept zur Optimierung der urbanen Mobilität, von der Auftragsabwicklung über die Routenoptimierung bis hin zur Kurier-App, nun auch als cloudbasiertes Software-as-a-Service-Angebot an Dritte vermarktet.

Den Preis überreichte Jury-Mitglied Martin Vetter, Head of Innovation, TÜV Süd Auto Service, an Martin Sträb, CEO von Tiramizoo.

Hiab siegt in der Kategorie Digitalisierung/Hersteller

In der Kategorie Digitalisierung/Hersteller konnte sich Hiab durchsetzen. Den VR-Award nahm Hiab-CEO Ron de Vries auf der Gala der VerkehrsRundschau entgegen. Der schwedische Hersteller von Ladekränen und anderem Spezial-Equipment für den Ladungsumschlag überzeugte die Jury mit HiVision, einer kamerabasierten Virtual-Reality-Steuerung (VR) für Loglift-Holzladekrane. Der Bediener muss beim Be- und Entladen von Lang- und Kurzholz nicht mehr auf den Hochsitz seines Krans oder in eine Krankabine klettern, sondern steuert die Verladung an Joysticks vom Beifahrersitz seines Lkw. Die VR-Brille überträgt ein hochauflösendes 3D-Bild mit einem Blickwinkel von 270 Grad und gewährleistet selbst bei schlechtem Wetter und Dunkelheit die Rundumsicht auf das gesamte Arbeitsumfeld.

Im Gegensatz zur Krankabine, die rund 400 Kilogramm wiegen kann, wirkt sich die VR-Bedienung nicht auf die Nutzlast aus.  Für die Jury aber das wohl schlagendste Argument für den hohen Innovationsgrad der Lösung: Der Fahrer ist bei der nicht ungefährlichen Verladung von Baumstämmen stets sicher in der Fahrerkabine aufgehoben. „Ein innovatives Konzept, das sich auch auf andere Anwendungsbereiche übertragen ließe“, urteilt die Jury.

VR-Award Digitalisierung/Kooperation geht an Scania Ecolution

Scania räumt in der Kategorie Digitalisierung in der Untergruppe der Kooperationen für das Programm Scania Ecolution einen VR Award ab. Peter Hornig, Geschäftsführer Scania Deutschland, durfte den Preis an diesem Abend stellvertretend für das Unternehmen mitnehmen.

Das Programm kombiniert verschiedene Bausteine wie das Control-Paket aus der Scania-Telematik, ein darauf basierendes Coaching des Fahrers auf Grundlage seiner ausgewerteten Fahrstilanalyse und die Scania-Fleet-App, mit der der Fahrer die Entwicklung seiner täglichen Fahrleistung stets im Blick hat. „Dass Lkw-Telematik Aufschluss über das mehr oder weniger wirtschaftliche Fahrverhalten der Fahrer gibt, ist nicht neu. Eine merkliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, weniger Verschleiß und nicht zuletzt eine Reduzierung der Schadstoffemissionen wird aber nur erreichen, wer Telematikdaten konsequent für das Fahrertraining nutzt“, umschreibt die Fachjury für die Kategorie Digitalisierung den partnerschaftlichen Ansatz von Scania Ecolution.

Die Zusammenarbeit der Trainer mit den Speditionen ist langfristig angelegt: Ein Jahr lang betreuen Coaches von Scania die Lkw-Fahrer, werten regelmäßig Fahrzeugberichte aus und stellen sie dem Unternehmen und den Fahrern zur Verfügung. Die Zwischenbilanz von vier Speditionen, die seit Frühjahr 2019 Scania Ecolution nutzen, kann sich sehen lassen: Gespart wurden mehr als 14.000 Liter Diesel und 37 Tonnen CO2. (mh/ks)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LADEKRANE FÜR LKW & NUTZFAHRZEUGE.

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