Knorr‑Bremse steigert EBIT‑Marge im Q1 2026 auf 13,5 %

07.05.2026 09:45 Uhr | Lesezeit: 3 min
Gebäude von Knorr Bremse
Knorr‑Bremse steigert im ersten Quartal 2026 die operative EBIT‑Marge auf 13,5 Prozent und verbessert insbesondere in der Truck‑Division das operative Ergebnis (Symbolbild)
© Foto: Knorr-Bremse AG

Knorr‑Bremse verbessert im ersten Quartal 2026 trotz unsicherer Marktbedingungen die Profitabilität deutlich. Die operative EBIT‑Marge steigt auf 13,5 Prozent, während sich Rail‑ und Truck‑Division unterschiedlich entwickeln.

Die Knorr‑Bremse AG hat im ersten Quartal 2026 ihre Ergebnisqualität deutlich verbessert, wie das Unternehmen mitteilt: Trotz eines weiterhin angespannten politischen und wirtschaftlichen Umfelds erhöhte der Anbieter von Brems‑ und Systemlösungen für Schienen‑ und Nutzfahrzeuge die operative EBIT‑Marge auf 13,5 Prozent und erreichte damit den besten Jahresauftakt seit fünf Jahren.

Der Konzernumsatz blieb mit knapp 1,94 Milliarden Euro nahezu stabil. Währungsbereinigt entspreche dies einem organischen Wachstum von 2,1 Prozent.

Auftragseingang auf hohem Niveau – Auftragsbestand wächst weiter

Die Nachfrage nach Produkten und Systemen von Knorr‑Bremse blieb im ersten Quartal 2026 hoch, so das Unternehmen:  Der Auftragseingang belief sich auf 2,23 Milliarden Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Quartalsende um fünf Prozent auf 7,81 Milliarden Euro und erreichte damit ein neues Rekordniveau.

Operatives Ergebnis deutlich verbessert

Besonders deutlich entwickelte sich die Profitabilität des Konzerns. Das operative EBIT stieg im ersten Quartal 2026 um knapp elf Prozent auf 261 Millionen Euro. Die operative EBIT‑Marge verbesserte sich um 140 Basispunkte auf 13,5 Prozent. Auch der Free Cashflow legte deutlich zu und erreichte knapp 32 Millionen Euro.

Marc Llistosella, Vorstandsvorsitzender der Knorr‑Bremse AG, sieht darin eine Bestätigung der operativen Ausrichtung: „Wir sind mit starkem Rückenwind ins Jahr gestartet. Die Entwicklung unseres Unternehmens verläuft wie geplant sehr positiv: Die Rail‑Division ist weiterhin unser Stabilitätsgarant. Gleichzeitig zeigt die Truck Division eine bemerkenswerte Kostendisziplin mit entsprechender Performance‑Steigerung. Ein Plus von fast 20 Prozent beim operativen EBIT ist eine enorm starke Leistung unter den schwierigen Marktbedingungen. Effizienz zahlt sich ganz klar aus. Auch unsere "Boost"‑Maßnahmen treiben wir konsequent voran. Bei Knorr‑Bremse setzen wir auf klare Prioritäten, starke operative Leistung und nachhaltige Wertsteigerung.“

Mit dem laufenden Konzernprogramm „Boost“ will sich Knorr-Bremse langfristig wettbewerbsfähig und effizient aufstellen - teil dessen ist auch Stellenabbau.

Rail‑Division bleibt stabiler Ergebnisträger

In der Rail‑Division (RVS) bestätigte Knorr‑Bremse im ersten Quartal 2026 seine Rolle als stabiler Ergebnisträger. Der Auftragseingang erreichte 1,26 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs um 7,3 Prozent auf 5,93 Milliarden Euro und erreichte damit ein neues Allzeithoch.

Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch Projekte in der Asien‑Pazifik‑Region sowie auf dem amerikanischen Markt. Der Umsatz lag mit 1,06 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Das operative EBIT stieg auf 175 Millionen Euro, die operative EBIT‑Marge verbesserte sich auf 16,5 Prozent.

Truck‑Division steigert Marge deutlich

Die Truck‑Division (CVS) entwickelte sich in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld operativ sehr positiv, so das Unternehmen: Der Auftragseingang belief sich auf 964 Millionen Euro. Organisch lag der Auftragsbestand leicht über dem Vorjahreswert.

Der Umsatz erreichte 878 Millionen Euro und wuchs währungsbereinigt um 3,6 Prozent. Der konsequent umgesetzter Effizienz‑ und "Boost"‑Maßnahmen geschuldet, wie das Unternehmen vermerkt, verbesserte sich das operative EBIT um 19,2 Prozent auf 101 Millionen Euro. Die operative EBIT‑Marge stieg um 200 Basispunkte auf 11,5 Prozent.

Finanzvorstand hebt Kapitalrendite hervor

Aus Sicht des Finanzvorstands unterstreichen die Zahlen die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells: „Das erste Quartal bestätigt erneut die Resilienz unseres Geschäfts: Wir haben in einem noch immer schwierigen Truck‑Markt mit 13,5 Prozent die beste operative EBIT‑Marge in einem ersten Quartal seit fünf Jahren erreicht. Unsere exzellente Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 22 Prozent unterstreicht, dass wir persistent in die richtigen Themen investieren. Zusammen mit unserer insgesamt äußerst soliden finanziellen Basis haben wir hervorragende Voraussetzungen geschaffen, um Knorr‑Bremse auch zukünftig in anspruchsvollen Märkten erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagt Frank Weber, Finanzvorstand der Knorr‑Bremse.

Ausblick für 2026 bestätigt

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Knorr‑Bremse den bestehenden Ausblick: Erwartet wird ein Konzernumsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro sowie eine operative EBIT‑Marge von rund 14 Prozent. Der Free Cashflow soll zwischen 750 Millionen Euro und 850 Millionen Euro liegen. Grundlage sind weitgehend stabile geopolitische Rahmenbedingungen sowie konstante Wechselkurse auf dem Stand von Februar 2026.

Der vollständige Quartalsbericht ist auf der Website des Unternehmens abrufbar.


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