Ifo: Exporterwartungen steigen vorsichtig

25.06.2026 13:17 Uhr | Lesezeit: 3 min
Transportgwerbe Export
Exportaussichten hellen sich leicht auf
© Foto: ipopba/ AdobeStock

Die Exportaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich verbessert. Dennoch bleibt die Stimmung angesichts globaler Risiken verhalten.

Exportaussichten hellen sich leicht auf

Die Exporterwartungen der deutschen Wirtschaft haben sich zuletzt etwas verbessert. Nach mehreren Rückgängen in Folge legte der entsprechende Indikator des Ifo‑Instituts im Juni wieder zu.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Stimmung insgesamt verhalten.

Unternehmen bleiben vorsichtig

Laut Ifo-Experten sind viele Unternehmen weiterhin skeptisch, ob sich die geopolitische Lage nachhaltig stabilisiert. Zudem bleibt der internationale Wettbewerb hoch, was die Exportaussichten zusätzlich belastet.

Die aktuelle Verbesserung wird daher eher als vorsichtige Erholung denn als Trendwende bewertet.

Deutliche Unterschiede zwischen Branchen

Die Entwicklung fällt je nach Branche unterschiedlich aus. Einige Industriezweige rechnen mit steigenden Exporten, während andere weiterhin pessimistisch sind.

Zu den optimistischeren Bereichen gehören:

  • Teile der Elektroindustrie
  • sowie kleinere Branchen wie die Getränkeindustrie

Letztere erreicht besonders hohe Erwartungen, spielt jedoch eine geringere Rolle im Gesamtexport.

Schlüsselindustrien bleiben zurückhaltend

Die großen Exportbranchen zeigen hingegen ein gemischtes Bild. Der Maschinenbau liegt nur leicht über dem Durchschnitt und signalisiert weiterhin Zurückhaltung.

Die Chemieindustrie konnte ihre Erwartungen zwar deutlich verbessern und den Rückgang aus dem Vormonat weitgehend ausgleichen, bleibt jedoch insgesamt im negativen Bereich.

Autoindustrie besonders schwach

Am deutlichsten fällt die Skepsis in der Automobilindustrie aus. Die Exporterwartungen haben sich dort weiter eingetrübt und liegen klar unter dem Durchschnitt.

Nur wenige Branchen bewerten ihre Perspektiven derzeit noch ungünstiger.

Bedeutung für Transport und Logistik

Für die Logistikbranche ergeben sich daraus gemischte Signale. Leicht verbesserte Exportaussichten können die Nachfrage stabilisieren, gleichzeitig bleibt die Dynamik begrenzt.

Die anhaltende Unsicherheit führt zu:

  • vorsichtiger Planung bei Unternehmen
  • schwankender Nachfrage im internationalen Transport
  • sowie anhaltendem Wettbewerbsdruck

Damit bleibt die Entwicklung im Außenhandel ein entscheidender Faktor für die Auslastung im Güterverkehr.


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