Diesel wieder günstiger als vor Kriegsbeginn

22.06.2026 14:37 Uhr | Lesezeit: 3 min
Person nimmt Zapfhahn aus der Tanksäule
Dieselpreis fällt unter Vorkrisenniveau
© Foto: mikemobil2014-stock.adobe.com

Diesel ist wieder günstiger als vor dem Iran-Krieg. Sinkende Ölpreise und der Tankrabatt sorgen für Entlastung.

Dieselpreise fallen unter Vorkrisenniveau

Die Kraftstoffpreise haben sich zuletzt deutlich entspannt. Nach aktuellen Daten lag der Durchschnittspreis für Diesel am vergangenen Wochenende erstmals wieder leicht unter dem Niveau vor Beginn des Iran‑Kriegs.

Zum Vergleich: Am Freitag kostete ein Liter Diesel im Schnitt rund 1,73 Euro und damit etwas weniger als Ende Februar vor Ausbruch der Krise.

Benzin weiterhin über Vorkrisenniveau

Anders stellt sich die Entwicklung bei Benzin dar. Super E10 lag zuletzt weiterhin über dem Vorkrisenniveau, wenn auch deutlich niedriger als noch in den Wochen nach Beginn des Konflikts.

Zwischenzeitlich hatten sich die Preise deutlich stärker erhöht:

  • Diesel zeitweise mehr als 70 Cent je Liter teurer
  • Benzin rund 40 Cent über Vorkrisenniveau

Entspannung durch sinkende Ölpreise

Hauptursache für den Rückgang der Kraftstoffpreise ist die Entwicklung am Ölmarkt. Die Preise für Rohöl sind zuletzt gesunken, nachdem es erste Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gab.

Zuvor hatte die Blockade der Straße von Hormus die Preise massiv nach oben getrieben.

Tankrabatt wirkt weiterhin preisstützend

Zusätzlich sorgt der staatliche Tankrabatt für niedrigere Preise an den Zapfsäulen. Die Maßnahme reduziert die Steuerlast pro Liter um 16,7 Cent.

Ohne diese Entlastung hätten Diesel- und Benzinpreise deutlich über dem aktuellen Niveau gelegen.

Blick auf die kommenden Wochen

Mit dem Auslaufen des Tankrabatts Ende des Monats rückt die weitere Preisentwicklung in den Fokus. Aktuelle Trends deuten jedoch darauf hin, dass sich die Preise auch ohne staatliche Unterstützung:

  • möglicherweise unter der Marke von 2 Euro je Liter bewegen könnten

Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der Lage am Ölmarkt und geopolitischen Faktoren ab.


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