Über 28.000 Dieselfahrer schließen sich Klage gegen VW an

VW hat die Forderungen des Verbands bisher zurückgewiesen

©Julian Stratenschulte / dpa / pi

Über 28.000 Dieselfahrer schließen sich Klage gegen VW an

Damit der Fall vor Gericht verhandelt werden kann, wären bereits 50 Kläger ausreichend gewesen, die sich innerhalb von zwei Monaten in das Register hätten eintragen müssen.

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Berlin. In weniger als einer Woche haben sich bereits mehr als 28.000 Dieselfahrer der Verbraucherklage gegen Volkswagen angeschlossen. Damit kann die Klage vor Gericht verhandelt werden. Denn die Verhandlung kann nur beginnen, wenn sich in zwei Monaten mindestens 50 Betroffene in das Register eintragen.

"Diese hohe Beteiligung in den ersten Tagen nach Eröffnung des Registers zeigt, wie hoch das Interesse an der Klage ist", erklärte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, am Freitag. Der Verband zieht stellvertretend für die vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden vor Gericht und will erreichen, dass sie von Volkswagen Schadenersatz bekommen.

Kein Risiko bei Sammelklage

Die Eintragung in das Register sei besonders für diejenigen interessant, die sich – etwa wegen Kosten und Risiko – gegen eine Einzelklage entschieden hätten, erklärte Müller. Bei der Musterfeststellungsklage übernehmen die Verbraucherschützer das Prozessrisiko. Verbraucher können sich bis zum Beginn des Prozesses eintragen.

VW hat die Forderungen des Verbands bisher zurückgewiesen: Die Autos seien genehmigt, technisch sicher und fahrbereit. Im September 2015 hatte VW Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. Vom Pflichtrückruf bei Volkswagen sind 2,5 Millionen Autos betroffen. (dpa/fa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special STRASSENVERKEHRSRECHT & STVO.

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Straßenverkehrsrecht & StVO, CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Volkswagen Trucks & Services

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