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ZV: Besser Seidenstraße als Brennertunnel

Wolfgang Senger-Weiss ist Präsident des österreichischen Zentralverbandes Spedition & Logistik ZV
© Foto: Guenther Peroutka/picture-alliance

Der österreichische Zentralverband Spedition & Logistik ZV hat in Wien einen „Masterplan 2025“ für die Verkehrspolitik vorgestellt.


Datum:
07.09.2018
Autor:
Martin Orthuber
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Wien. Der Logistik-Standort Österreich hat aus Sicht von Wolfram Senger-Weiss, Präsident des österreichischen Zentralverbandes Spedition & Logistik ZV noch zahlreiche Baustellen. Österreich wurde zwar im Logistic-Performance-Index 2018 der Weltbank auf Platz vier gereiht, doch auf diesen Lorbeeren dürfe sich das Land nicht ausruhen, sonst verpasse es als Wirtschafts- und Logistikstandort den Anschluss.

Daher wird die österreichische und europäische Verkehrspolitik vom ZV als Interessensvertretung der österreichischen Speditionswirtschaft zum Handeln aufgefordert. Niedergeschrieben sind die Forderungen im „Masterplan 2025 – Eine Strategie zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich“, den der ZV stellvertretend für 11.000 heimische Logistikunternehmen mit 160.000 Mitarbeitern diese Woche in Wien präsentierte.

So erwarten sich die Logistiker ein klares europäisches Bekenntnis zur chinesischen Seidenstraße-Initiative. „Um die Potenziale dieser Jahrhundertchance zu nutzen braucht es eine österreichische und europäische Strategie sowie zeitnahe Infrastrukturentscheidungen“, verlangt Senger-Weiss.

Teil der Seidenstraße ist der Bau einer Breitspurbahnstrecke von der Slowakei bis nach Wien und die Errichtung eins Breitspur-Endbahnhofs im Großraum Wien-Bratislava. Die rund 6,5 Mrd. Euro für den Bau seien besser investiert als in den 10 Mrd. Euro teuren Brenner-Basistunnel, „der für Österreich keine Wertschöpfung bringt“, erklärt Senger-Weiss.

Wertschöpfung generieren sollte Österreich dringend auch im E-Commerce-Sektor, in dem Online-Händler und damit verbundene Logistik in Österreich angesiedelt werden.

Im Masterplan niedergeschrieben ist auch eine substanzielle Förderung innovativer - und umweltfreundlicher Logistiklösungen genauso wie ein besseres Operating der Rollenden Landstraße, deren Betrieb derzeit nicht ausreichend effizient sei. Dem guten Beispiel des Logistikbeauftragten im Verkehrsministerium folgend sollten auch in den Bundesländern solche Beauftragten ernannt werden, die sich um alle logistikrelevanten Themen auf Länderebene kümmern. (mf)

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