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ZDS und Verdi erzielen Tarifabschluss

Die Beschäftigten in den Seehäfen erhalten eine Lohnerhöhung von über drei Prozent
© Foto: Klaus Nowottnick/picture-alliance

Man sei am Ende über die Belastungsgrenze der Betriebe hinausgegangen, sagte der Zentralverband der Deutschen Seehäfen, um den reibungslosen Betrieb in den Seehäfen zu gewährleisten.


Datum:
11.06.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Bremen. Die Gewerkschaft Verdi und der Zentralverband der Deutschen Seehäfen (ZDS) haben am Mittwoch, 9. Juni 2021, in Bremen ein Verhandlungsergebnis für die rund 11.000 Beschäftigten in den deutschen Seehäfen erzielt. Danach erhalten die Beschäftigten ab dem 1. Juni 2021 eine tabellarische Lohnerhöhung von 3,0 Prozent sowie eine Erhöhung des Urlaubsgeldes um 60 Euro bei einer tarifvertraglichen Laufzeit von 12 Monaten. Für die Beschäftigten in Vollcontainerbetrieben erhöht sich zudem die wiederkehrende Zulage um jährlich 80 Euro.

„Dieser Abschluss ist ein sehr gutes Ergebnis und ein großer Erfolg, der allen Hafenbeschäftigten in allen Branchenarten zugutekommen“, betonte Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth. Im Volumen bedeute das Tarifergebnis eine Grundlohnerhöhung von bis zu 3,3 Prozent, erklärte Verdi. Mit diesem Abschluss sei es gelungen, den Flächentarifvertrag zu erhalten und dabei eine dauerhafte Erhöhung aller Löhne im gesamten Tarifbereich zu erzielen. Die Verdi-Bundestarifkommission hat dem Ergebnis bereits zugestimmt.

Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen

„Mit einer Erhöhung von über drei Prozent sind wir in den diesjährigen Lohntarifverhandlungen weit über die Belastungsgrenze der Betriebe hinaus gegangen“, sagte die Verhandlungsführerin des ZDS, Ulrike Riedel. „Die Corona-Krise hat bei vielen unserer Mitgliedsunternehmen die finanziellen Reserven aufgezehrt. Der hohe Abschluss ist für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen eine weitere Herausforderung. Jedoch wäre eine erneute Verzögerung oder ein Abbruch aus unserer Sicht weder im Interesse der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer gewesen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ist dieser Abschluss für die Betriebe nur schwer zu verkraften.“

Trotz der angespannten Wettbewerbssituation habe man aber diesen hohen Abschluss getroffen, denn der reibungslose Betrieb in den Seehäfen sei gerade in Pandemie-Zeiten essenziell. (tb)

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