Ein Konsortium von acht Verlagen und Zeitungen will künftig bundesweit im Briefgeschäft tätig werden und damit der Deutschen Post (DP) Konkurrenz machen. Das noch zu gründende Unternehmen soll bezeichnenderweise den Namen "Zweite Deutsche Post" oder kurz "2DP" erhalten. Das vermeldet die WirtschaftsWoche in ihrer am 30. August erscheinenden Ausgabe. Zu dem künftigen Gesellschafterkreis zählen demnach unter anderem der Verlag Madsack (Hannoversche Allgemeine), der Bauer-Verlag (Magdeburger Volksstimme) sowie der Konstanzer Südkurier, die Saarbrücker Zeitung und die Würzburger Mainpost, die alle zur Holtzbrinck-Gruppe gehören, in der auch die WirtschaftsWoche erscheint. 2DP will laut "Wiwo" künftig über ihrer Vertriebstöchter auch Briefe bis 200 Gramm und adressierte Werbesendungen bis 50 Gramm befördern. Um damit nicht gegen das Monopol der Post zu verstoßen, muss 2DP eine höherwertige Dienstleistung anbieten. Diese Anforderung wollen die Verlage erfüllen, in dem sie den Lauf jeder einzelnen Sendung bis zum Empfänger lückenlos dokumentieren – mit mobilen Scannern. Eine halbe Milliarde Mark für Investitionen soll für dieses Vorhaben bereit stehen, heißt es weiter. Ziel sei ein Marktanteil von "mittelfristig 30 Prozent". Die bundesweite Vernetzung solle im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Als Zielgruppe seien vor allem gewerbliche Kunden angepeilt. (vr/cd)
Verleger machen Deutscher Post Konkurrenz
Das neue Postunternehmen strebt einen Marktanteil von 30 Prozent an.