Schmitz Cargobull hat im Geschäftsjahr 2025/26 den Absatz auf mehr als 47.000 Fahrzeuge gesteigert (Vorjahr: 42.620) und erzielte einen Umsatz von rund 2,25 Milliarden Euro (Vorjahr 2,16 Milliarden Euro). Man habe „in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld seine Position als führender Hersteller von Sattelaufliegern in Europa bestätigt“, teilte das Unternehmen mit. Geopolitische Unsicherheiten, eine schwache Konjunktur in wichtigen europäischen Märkten sowie die anhaltend zurückhaltende Investitionsbereitschaft in der Transportbranche hatten aber das Geschäftsjahr geprägt.
Ertragskraft nachhaltig verbessern
„Mehr als 47.000 ausgelieferte Fahrzeuge sind ein deutliches Zeichen des Vertrauens unserer Kunden in die Zuverlässigkeit und den wirtschaftlichen Mehrwert unserer Produkte und Services“, sagte Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender von Schmitz Cargobull. „Auch wenn wir mit einem positiven EBITDA von 45,6 Millionen Euro auf einem soliden Fundament stehen, macht das negative EBIT von -13,3 Millionen Euro deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Unser klares Ziel ist es, unsere Ertragskraft nachhaltig zu verbessern.“
Die Ergebnisentwicklung spiegele die „anhaltende Marktvolatilität, den hohen Preisdruck sowie die gestiegenen Energie-, Lohn- und Rohstoffkosten wider.“, so Schmitz Cargobull. Für das laufende Geschäftsjahr plant Schmitz Cargobull eine Steigerung des Absatzes auf rund 49.000 Fahrzeuge.
Investitionen in Digitalisierung und Produktion
Im Geschäftsjahr 2025/26 investierte Schmitz Cargobull insgesamt 55,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Ein Schwerpunkt lag auf der weiteren Automatisierung der Produktionsanlagen sowie dem Ausbau des Produktionsnetzes. Anfang 2026 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Produktionswerks im rumänischen Oradea für die Fertigung von Sattelcurtainsidern und Sattelkippern für den zentraleuropäischen Markt. Rund 5,3 Millionen Euro flossen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und die Weiterentwicklung digitaler Lösungen.
Fortführung der Wachstumsstrategie
Im Berichtsjahr habe man zudem die internationale Präsenz und das Produktportfolio gezielt erweitert, so Schmitz Cargobull. Dazu gehören Beteiligungen an Sub Zero Insulation Technologies in Indien sowie an GT Trailers in Polen. Die geplante vollständige Übernahme von Berger Fahrzeugtechnik steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Die jüngste Transaktion fand im Juli 2026 mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an dem australischen Anhängerhersteller Freighter Group statt.