Schmitz Cargobull will seine Ertragskraft nachhaltig verbessern

30.09.2026 14:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
Schmitz_Cargobull_Werk_Oradea
Anfang 2026 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Produktionswerks im rumänischen Oradea
©Foto: Schmitz Cargobull

Schmitz Cargobull hat im zurückliegenden Geschäftsjahr zwar die Absatzzahlen steigern können, muss angesichts der Rahmenbedingungen aber ein negatives EBIT verzeichnen.

Schmitz Cargobull hat im Geschäftsjahr 2025/26 den Absatz auf mehr als 47.000 Fahrzeuge gesteigert (Vorjahr: 42.620) und erzielte einen Umsatz von rund 2,25 Milliarden Euro (Vorjahr 2,16 Milliarden Euro). Man habe „in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld seine Position als führender Hersteller von Sattelaufliegern in Europa bestätigt“, teilte das Unternehmen mit. Geopolitische Unsicherheiten, eine schwache Konjunktur in wichtigen europäischen Märkten sowie die anhaltend zurückhaltende Investitionsbereitschaft in der Transportbranche hatten aber das Geschäftsjahr geprägt. 

Ertragskraft nachhaltig verbessern

„Mehr als 47.000 ausgelieferte Fahrzeuge sind ein deutliches Zeichen des Vertrauens unserer Kunden in die Zuverlässigkeit und den wirtschaftlichen Mehrwert unserer Produkte und Services“, sagte Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender von Schmitz Cargobull. „Auch wenn wir mit einem positiven EBITDA von 45,6 Millionen Euro auf einem soliden Fundament stehen, macht das negative EBIT von -13,3 Millionen Euro deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Unser klares Ziel ist es, unsere Ertragskraft nachhaltig zu verbessern.“

Die Ergebnisentwicklung spiegele die „anhaltende Marktvolatilität, den hohen Preisdruck sowie die gestiegenen Energie-, Lohn- und Rohstoffkosten wider.“, so Schmitz Cargobull. Für das laufende Geschäftsjahr plant Schmitz Cargobull eine Steigerung des Absatzes auf rund 49.000 Fahrzeuge.

Investitionen in Digitalisierung und Produktion

Im Geschäftsjahr 2025/26 investierte Schmitz Cargobull insgesamt 55,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Ein Schwerpunkt lag auf der weiteren Automatisierung der Produktionsanlagen sowie dem Ausbau des Produktionsnetzes. Anfang 2026 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Produktionswerks im rumänischen Oradea für die Fertigung von Sattelcurtainsidern und Sattelkippern für den zentraleuropäischen Markt. Rund 5,3 Millionen Euro flossen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und die Weiterentwicklung digitaler Lösungen.

Fortführung der Wachstumsstrategie

Im Berichtsjahr habe man zudem die internationale Präsenz und das Produktportfolio gezielt erweitert, so Schmitz Cargobull. Dazu gehören Beteiligungen an Sub Zero Insulation Technologies in Indien sowie an GT Trailers in Polen. Die geplante vollständige Übernahme von Berger Fahrzeugtechnik steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Die jüngste Transaktion fand im Juli 2026 mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an dem australischen Anhängerhersteller Freighter Group statt.


Mit dem VerkehrsRundschau-Newsletter immer auf dem neuesten Stand

Von Montag bis Freitag bekommen Sie unser Mittags-Update mit aktuellen Nachrichten aus der Transport- und Logistikbranche kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach. Zusätzlich bekommen Sie immer samstags digitale VR-Post mit den Wochen-Highlights. Den VR-Newsletter können Sie hier gratis abonnieren.

Sie haben ein Sie haben Fragen, Anregungen oder ein konkretes Anliegen? Dann schreiben Sie uns gerne an das VerkehrsRundschau-Postfach unter verkehrsrundschau@tecvia.com


HASHTAG


#SchmitzCargobull

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Projektmanager*in (m/w/d) Supply Chain

Langenfeld (Rheinland) im Kreis Mettmann

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.