Diese neue Allianz besteht aus Unternehmen der Binnenschifffahrt wie Duisport oder Rhenus Port Logistics. Die Infrastruktur der wichtigen Wasserwege müsse rasch modernisiert werden, damit Unternehmen weiterhin verlässlich beliefert werden könnten, teilte das Bündnis mit.
Eine seit Mitte Juli andauernde Niedrigwasserphase beeinträchtigte die Binnenschifffahrt spürbar. „Eingeschränkte Transportkapazitäten verknappen die Versorgung mit Vorleistungsgütern und behindern den Absatz fertiger Erzeugnisse“, hieß es in der Ende September vorgelegten Herbstprognose führender Wirtschaftsforschungsinstitute.
Unternehmen fordern Flottenerneuerungsprogramm
„Niedrigwasserphasen werden in Zukunft häufiger auftreten und länger anhalten“, so die Unternehmens-Allianz. Zugleich steige die Hochwassergefahr im Winter. Die Allianz sehe für Deutschland den Bedarf von 250 bis 300 neuen Schiffen, die für Niedrigwasser ausgelegt seien. Konkret gefordert wird ein „Flottenerneuerungsprogramm Binnenschifffahrt 2035“. Die Wasserwege seien jahrelang vernachlässigt worden, wird Markus Bangen, Chef von Duisport, zitiert.
Investitionen in Rhein und das westdeutsche Kanalnetz
Die Bundesregierung steuere nun richtigerweise um und wolle investieren. Für 2027 seien mehr als zwei Milliarden Euro für Unterhalt und Ausbau vorgesehen. Dieses Budget müsse jetzt vom Bundestag beschlossen und dann schnell in Ergebnisse umgesetzt werden. Mehr als 80 Prozent des Binnenhafen-Umschlags entfielen auf den Rhein und das westdeutsche Kanalnetz, daher sollten Mittel vor allem dort investiert werden, so die Forderung.