Laut dem hessischen Verkehrsministerium werden die Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot bis zum 31. Oktober verlängert. Wegen extremen Niedrigwassers in Flüssen wie Rhein, Elbe und Donau war im Sommer in Hessen und anderswo das Lkw-Sonntagsfahrverbot gelockert worden. Binnenschiffe können nur noch wenig Fracht laden. „Viele Lieferketten sind dadurch erheblich gestört. Unternehmen kommen nicht an notwendige Güter. Vor diesem Hintergrund werden wir zeitlich befristete Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot vornehmen“, hatte der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) im August in Wiesbaden mitgeteilt.
Situation macht Ausnahmen nötig
Andere Bundesländer – darunter Rheinland-Pfalz, Nordrhein, Westfalen, Baden-Württemberg und das Saarland – haben bereits die Aussetzung des Sonn- und Feiertagsverbots für bestimmte Lkw-Transporte verlängert. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU)sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, die Ausnahmen seien nötig, um die Unternehmen durch diese außergewöhnliche Situation zu bringen. Gleichzeitig wolle man zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene schaffen und langfristig dafür sorgen, dass die Wasserstraßen und die Schifffahrt besser mit solchen Niedrigwasserlagen umgehen könnten.