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Trotz Krise 4,6 Milliarden Paketsendungen in Europa

Im europäischen KEP-Markt ging 2009 der Umsatz um neun Prozent zurück

KEP-Markt-Studie 2010: Die nationalen KEP-Märkte sollen sich bis 2012 wieder von der Wirtschaftskrise erholt haben


Datum:
25.10.2010
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München. Das Vorkrisenniveau von 2008 soll im europäische Markt für Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) spätestens 2012 wieder erreicht sein. Das geht aus einer aktuellen Studie der Managementberatung A.T. Kearney hervor. Der europäische KEP-Markt hat demnach im letzten Jahr einen Umsatzrückgang von neun Prozent auf 38,8 Milliarden Euro und einen Rückgang der Sendungsmengen von zwei Prozent auf rund 4,56 Milliarden hinnehmen müssen. "Noch nie zuvor hat die europäische KEP-Industrie einen solchen Einbruch bei Absatz und Umsatz erlebt. Jetzt stehen die Zeichen jedoch wieder auf Erholung", sagte Ferdinand Salehi, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Transportation

Umsätze und Wachstum im nationalen Markt weniger deutlich zurückgegangen als im internationalen

"Anders als in den Vorjahren fiel der Rückgang im nationalen Geschäft weniger stark aus als im internationalen", sagte Saleh. Ein Grund für die relative Stärke des nationalen Segments sei die weiterhin wachsende Bedeutung des E-Commerce und der Zuwachs bei Internetbestellungen durch Privatkunden. Dennoch mussten die nationalen Märkte, die mehr als 90 Prozent der Volumina ausmachen, einen Wachstumsrückgang von zwei Prozent hinnehmen. In den Jahren 2005 bis 2008 wuchs das nationale Geschäft noch jährlich um drei Prozent. Aber auch die Umsätze sind im nationalen Segment, die mit 70 Prozent den Löwenanteil des KEP-Marktes ausmachen, um sieben Prozent zurückgegangen – nach einem durchschnittlichen Wachstum von drei Prozent in den letzten Jahren.

Insgesamt war das internationale Geschäft am stärksten von den wirtschaftlichen Turbulenzen betroffen. Nach einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fünf Prozent in den Jahren 2005 bis 2008, musste der Expressmarkt einen Rückgang der Sendungsmengen um acht Prozent von 131 Millionen 2008 auf 120 Millionen Sendungen im Jahr 2009 hinnehmen. Der Umsatz ging in diesem Zeitraum sogar um 16 Prozent zurück. Auch das internationale Standardsegment sah sich mit einem negativen Wachstum von zwei Prozent im Volumen und neun Prozent im Umsatz konfrontiert, konnte jedoch sowohl aufgrund von Volumengewinnen aus dem Expressbereich als auch dem LTL-Segment den Einbruch zumindest teilweise ausgleichen.

Die einzelnen Länder waren unterschiedlich stark von der Krise betroffen

In Deutschland (minus vier Prozent), den Niederlanden (minus sieben Prozent) und der Schweiz (minus vier Prozent) fiel der Rückgang geringer aus als in anderen Ländern. Der polnische KEP-Markt hat als einziges Land bei Express und Standard zugelegt. Märkte mit einem traditionell hohen Palettenaufkommen und einer geringen Affinität zu B2C wie Italien und Spanien mussten der Studie zufolge einen vergleichsweise starken Umsatzrückgang von 12 beziehungsweise 14 Prozent hinnehmen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich der nationale Markt schneller erholen soll als das internationale Segment. Insgesamt werde das Niveau von 2008 allerdings spätestens wieder im zweiten Halbjahr 2012 erreicht sein. Neben der Verlagerung von Express und LTL zu Standardservices sollen laut Studie zudem eine stärkere Segmentierung der B2C-Märkte, Veränderungen des Produktangebotes sowie horizontale Kooperationen zukünftig den KEP-Markt prägen.

Im Mittelpunkt der Studie stand die Veränderung der Branche durch die wirtschaftlichen Entwicklungen seit Mitte 2008 und die Untersuchung der netzwerkfähigen Standard- und Expresssendungen in elf europäischen Ländern (Belgien, Schweiz, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Großbritannien). Der Fokus lag dabei auf nationalen und internationalen Sendungen bis etwa 2500 Kilogramm. Für die Studie wurden mehr als 400 Interviews mit KEP-Dienstleistern, Kunden und Marktexperten durchgeführt. (ab)

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