LogiMAT: Linde MH zeigt Automatisierungsportfolio

19.03.2026 13:41 Uhr | Lesezeit: 3 min
Linde MH Render Automatisierungslösungen
Das Automatisierungsportfolio von Linde MH besteht aus standardisierten und individuellen Lösungen wie dem Linde L-Matic Core und dem Linde L-Matic AC core sowie stationären Anwendungen wie der Shuttle-Lösung Linde S-Matic Cube
© Foto: Linde Material Handling

Linde Material Handling rückt auf der LogiMAT 2026 Automatisierung in den Mittelpunkt und stellt die neue AGV‑Baureihe I‑Matic Core sowie den humanoiden Roboter „Carl“ vor.

Linde Material Handling (MH) zeigt auf der Messe LogiMAT (24. bis 26. März in Stuttgart) nicht nur Gegengewichts- und Schubmaststapler, sondern legt auch ein besonderes Augenmerk auf das Thema Automatisierung. So stellen die Aschaffenburger die neue Baureihe Linde I-Matic Core für spezielle Branchenanwendungen wie die Getränke- oder Papierindustrie vor.

Baureihe I‑Matic Core für spezielle Branchenanwendungen

Der autonome Hochhubwagen verfügt über freitragende Gabeln, um geschlossene Ladungsträger zu transportieren oder Güter an Übergabestationen wie Rollbahnen aufzunehmen, die mit Radarmen nicht unterfahrbar sind. Die hochindividualisierbaren AGVs lassen sich mit Anbaugeräten wie Doppelpaletten- oder Papierrollenklammern ausstatten und bewegen schwere Lasten mit bis zu 4,0 Tonnen auf eine Hubhöhe von bis zu 6,7 Meter.

KI‑gestützte Kommissionierung mit "Carl"

Darüber hinaus werkelt Linde MH an einem humanoiden Roboter, der ebenfalls am Messestand zu sehen sein wird. Der über KI trainierte „Carl“ führt Getränkebestellungen aus, die Messebesucher an einem Tablet eingeben können. Sobald er die Bestellung erhalten hat, macht er sich auf den von ihm gewählten Weg zum Regal. Dort angekommen, erkennt er die unterschiedlichen Flaschen und greift eine davon mit der linken oder rechten Hand. Insbesondere die Erkennung der Flaschensorte sowie deren genauen Standorts und der Greifprozess werden dabei vollständig autonom ausgeführt, betont Linde MH.

Frühes Entwicklungsstadium

Mit dem humanoiden Roboter will der Intralogistikspezialist den nächsten Entwicklungsschritt bei der Kommissionierung aufzeigen. „Bis daraus ein marktreifes Produkt wird, dauert es aber noch ein paar Jahre“, räumt Jan-Niklas Freund, Manager Automation Sales Steering bei Linde MH, ein. Eingebunden in den Kion-Konzern befinde man sich derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium. Es gehe aktuell um strategisches Lernen. Das erfolge an den verschiedenen globalen Entwicklungsstandorten von Kion und in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.

Linde RoCAP bereits marktreif

Mit dem Linde RoCap habe man aber bereits ein marktreifes Fahrzeug im Angebot, betont Freund. Es verfügt über einen Roboterarm mit Greifvorrichtung, erkennt KI-gestützt Warenpakete im Regal und kommissioniert diese. Der Pick-Roboter ist aktuell bei Rossmann im Einsatz. 

„Ziel der humanoiden Robotik ist eine verfeinerte Mechanik, kombiniert mit weiterentwickelter KI, um Aufgaben im Lager zu erfüllen, die über das heutige Spektrum weit hinausgehen“, so Freund.

Vollautomatisiertes Paletten-Shuttle-System

Die weiteren Fahrzeuge des auf der LogiMAT gezeigten Live-Szenarios repräsentieren die beiden anderen Bereiche des Linde-Automatisierungsportfolios: standardisierte Fahrzeuge wie etwa der autonome Hochhubwagen Linde L-Matic Core und stationäre Lösungen wie das vollautomatisierte 4-Wege-Paletten-Shuttle-System Linde S-Matic Cube. Das in sich geschlossene Shuttle-System erreicht laut Linde MH eine Umschlagleistung von bis zu 100 Paletten pro Stunde und bewegt Euro- sowie Industriepaletten mit bis zu 1,5 Tonnen Gewicht.

HASHTAG


#Linde Gabelstapler

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