Berlin. Die deutsche Verkehrsbranche dringt trotz der Flaute wegen der Wirtschaftskrise auf einen weiteren Ausbau der Transportwege. Über die aktuellen Sorgen dürfe die erwartete starke Zunahme des Personen- und Güterverkehrs in den kommenden Jahren nicht vergessen werden, sagte der Präsidiumsvorsitzende des Deutschen Verkehrsforums, Klaus-Peter Müller, am Mittwoch in Berlin. Die 2009 und 2010 durch staatliche Konjunkturpakete auf zwölf Milliarden Euro aufgestockten Infrastruktur-Investitionen sollten auf diesem Niveau verstetigt werden. Diskussionen über eine PKW-Maut dürften kein Tabu sein. Nötig wäre aber eine „ganzheitliche Betrachtung“, wonach im Gegenzug etwa Steuern auf Benzin verringert werden müssten. Die Konjunkturflaute werde in diesem Jahr auch die Verkehrsbranche treffen, sagte Müller weiter. Dabei sei beim Personentransport nur ein leichtes Minus der Verkehrsleistung zu erwarten. Das Aufkommen im Güterverkehr dürfte dagegen um 2,5 Prozent sinken, wobei die Schiene (minus fünf Prozent) und Binnenschiffe (minus 4,7 Prozent) besonders deutliche Einbußen erwarteten. An den Seehäfen kämen derzeit etwa 20 Prozent weniger Container an. Auch der Luftverkehr werde in diesem Jahr Rückgänge verzeichnen. (dpa)
Transportwege trotz Krise ausbauen
Verkehrsbranche plädiert für Infrastruktur-Investitionen und Einführung der PKW-Maut