Ende des Tankrabatts dürfte Spritpreise steigen lassen
Der Tankrabatt läuft Ende Juni aus – und damit endet auch die staatliche Entlastung bei den Kraftstoffpreisen. Branchenexperten rechnen damit, dass sich Diesel und Benzin anschließend wieder verteuern.
Grund: Für frisch ausgelieferten Kraftstoff gilt ab Juli wieder die reguläre Energiesteuer, die den Preis um rund 16,7 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer erhöhen kann.
Preisanstieg wohl ab 1. Juli sichtbar
Der Zeitpunkt der Preissteigerung hängt von einer Besonderheit des Tankstellenmarkts ab. Preise dürfen üblicherweise erst zur Mittagszeit angepasst werden.
Daher wird erwartet:
- größere Preissprünge am 1. Juli gegen Mittag
- mögliche Vorzieheffekte bereits am 30. Juni im Tagesverlauf
Da für die Steuer entscheidend ist, wann der Kraftstoff geliefert wurde, könnten Restbestände zunächst noch günstiger verkauft werden.
Preise bleiben voraussichtlich unter 2 Euro
Trotz des Auslaufens des Rabatts gehen Experten derzeit nicht davon aus, dass die Spritpreise deutlich über die Marke von 2 Euro pro Liter steigen.
Ausschlaggebend ist die aktuelle Entwicklung am Ölmarkt. Sinkende Rohölpreise könnten die steuerbedingten Aufschläge zumindest teilweise kompensieren.
Zeitpunkt zum Tanken entscheidend
Für Verbraucher bietet sich eine klare Strategie an: Wer noch vom Rabatt profitieren will, sollte den Tankvorgang möglichst vor Monatsende und vor dem täglichen Preisanstieg am Mittag erledigen.
Insbesondere kurz vor dem Auslaufen der Maßnahme wird mit stärkerer Nachfrage an den Tankstellen gerechnet.
Maßnahme mit begrenzter Wirkung
Finanziell fiel die Entlastung durch den Tankrabatt für viele Verbraucher überschaubar aus. Gleichzeitig war die Maßnahme politisch umstritten:
- Kritiker bemängelten fehlende Zielgenauigkeit
- sowie eine begrenzte Weitergabe der Entlastung
- und eine klimapolitisch problematische Signalwirkung
Weitere Entlastungen ungewiss
Eine unmittelbare Anschlussregelung ist derzeit nicht geplant. Die Politik will die Preisentwicklung zunächst beobachten und bei Bedarf reagieren.
Diskutiert werden unter anderem:
- gezieltere Unterstützungsmaßnahmen
- etwa für Pendler oder bestimmte Branchen