Ende des Tankrabatts sorgt für Preisdruck

23.06.2026 14:01 Uhr | Lesezeit: 3 min
Tankstellenpreise vor bewölktem Himmel
Sprit wird ohne Steuerentlastung wieder teurer
© Foto: Deborah Baran/VerkehrsRundschau

Der Tankrabatt läuft aus – Sprit dürfte teurer werden. Experten erwarten einen Preisanstieg um rund 16 Cent pro Liter ab Juli.

Ende des Tankrabatts dürfte Spritpreise steigen lassen

Der Tankrabatt läuft Ende Juni aus – und damit endet auch die staatliche Entlastung bei den Kraftstoffpreisen. Branchenexperten rechnen damit, dass sich Diesel und Benzin anschließend wieder verteuern.

Grund: Für frisch ausgelieferten Kraftstoff gilt ab Juli wieder die reguläre Energiesteuer, die den Preis um rund 16,7 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer erhöhen kann.

Preisanstieg wohl ab 1. Juli sichtbar

Der Zeitpunkt der Preissteigerung hängt von einer Besonderheit des Tankstellenmarkts ab. Preise dürfen üblicherweise erst zur Mittagszeit angepasst werden.

Daher wird erwartet:

  • größere Preissprünge am 1. Juli gegen Mittag
  • mögliche Vorzieheffekte bereits am 30. Juni im Tagesverlauf

Da für die Steuer entscheidend ist, wann der Kraftstoff geliefert wurde, könnten Restbestände zunächst noch günstiger verkauft werden.

Preise bleiben voraussichtlich unter 2 Euro

Trotz des Auslaufens des Rabatts gehen Experten derzeit nicht davon aus, dass die Spritpreise deutlich über die Marke von 2 Euro pro Liter steigen.

Ausschlaggebend ist die aktuelle Entwicklung am Ölmarkt. Sinkende Rohölpreise könnten die steuerbedingten Aufschläge zumindest teilweise kompensieren.

Zeitpunkt zum Tanken entscheidend

Für Verbraucher bietet sich eine klare Strategie an: Wer noch vom Rabatt profitieren will, sollte den Tankvorgang möglichst vor Monatsende und vor dem täglichen Preisanstieg am Mittag erledigen.

Insbesondere kurz vor dem Auslaufen der Maßnahme wird mit stärkerer Nachfrage an den Tankstellen gerechnet.

Maßnahme mit begrenzter Wirkung

Finanziell fiel die Entlastung durch den Tankrabatt für viele Verbraucher überschaubar aus. Gleichzeitig war die Maßnahme politisch umstritten:

  • Kritiker bemängelten fehlende Zielgenauigkeit
  • sowie eine begrenzte Weitergabe der Entlastung
  • und eine klimapolitisch problematische Signalwirkung

Weitere Entlastungen ungewiss

Eine unmittelbare Anschlussregelung ist derzeit nicht geplant. Die Politik will die Preisentwicklung zunächst beobachten und bei Bedarf reagieren.

Diskutiert werden unter anderem:

  • gezieltere Unterstützungsmaßnahmen
  • etwa für Pendler oder bestimmte Branchen

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In unserem VR-Blog für Lenk- und Ruhezeiten beschäftigt sich Olaf Horwarth, Mitglied im Tachographenforum der EU-Kommission, mit Fragestellungen und Rechtsangelegenheiten rund um die wichtigen Richtlinien der Lenk- und Ruhezeiten im Straßengüterverkehr. Der Zugang zu unseren Blogs ist für Abonnenten kostenfrei. Ein unverbindliches, zwei-monatiges Kennlern-Abo können Sie gerne hier abschließen. 

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